"Flüchtlingskrise größer als Syrien": Ukraine warnt Westen vor Deal mit Putin

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UKRAINE
Ukrainische Panzer in der Nähe von Bakhmut im Februar 2017 | Gleb Garanich / Reuters
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  • Der ukrainische Innenminister warnt den Westen davor, auf Kosten seines Landes ein Abkommen mit Putin zu treffen
  • Das würde zu einer Eskalation des Krieges führen
  • Viele Tote und eine neue Flüchtlingskrise wären die Folge

Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow warnt Europa und die USA vor einem Deal mit Putin auf Kosten seines Landes. "Es ist unmöglich, hinter unserem Rücken über das Schicksal der Ukraine zu verhandeln", sagte er der "Welt".

Er warnt vor einer Eskalation des Krieges im Osten den Landes: "Sollte Putin seine Aggression weiter verschärfen und versuchen, die Frage militärisch zu lösen, wäre das Ergebnis katastrophal." Nach Angaben von Awakow hat die Ukraine 250.000 Soldaten. Dazu kämen 130.000 Polizisten, Nationalgardisten und Grenzschützer.

"Riesige Zahl an Opfern"

Zwar gibt Awakow offen zu, dass die Ukraine in einem offenen militärischen Konflikt mit Russland unterliegen würde. Doch die Kosten für Russland und Europa wären hoch.

"Es gäbe eine riesige Zahl an Opfern, die Ukraine verlöre womöglich die Staatlichkeit und Unabhängigkeit“, sagt der Innenminister. Aber auch für Russland hätte ein Krieg "katastrophale“ Folgen.

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"Ich bin nicht sicher, ob Putins Regime denkbare Zehntausende eigene Opfer aushält", sagte Awakow. Auf Europa käme in diesem Falle eine "Flüchtlingskrise größer als durch Syrien" zu.

"Ungeheure Menge von Flüchtlingen"

"Die EU hat dann an ihrer Grenze ein großes Gebiet mit einem hochgerüsteten russischen Marionettenregime – und eine ungeheure Menge von Flüchtlingen", sagte Awakow der "Welt".

US-Präsident Donald Trump hatte vor seiner Ernennung zum Präsidenten einen freundlicheren Kurs gegenüber Russland angekündigt. Später änderte er seine Politik und verlangte überraschend die Rückgabe der von Russland besetzten Krim.

"Die Krim wurde von Russland während der Obama-Regierung besetzt. War Obama zu weich zu Russland?", schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter.

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(sk)

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