US-Top-Ökonom erwartet unter Trump "wirtschaftliche Blüte ungekannten Ausmaßes"

Veröffentlicht: Aktualisiert:
ARTHUR LAFFER
US-Top-Ökonom erwartet unter Trump "wirtschaftliche Blüte ungekannten Ausmaßes" | Public Domain
Drucken
  • Bisher haben Donald Trumps Pläne bei Wirtschaftsexperten vor allem Kritik hervorgerufen
  • Ökonom Arthur Laffer hatte bereits US-Präsident Reagan beraten
  • Er sagt: Genau wie Reagan wird auch Trump die Steuererhöhungen stoppen und das Land zu Wachstum führen

Die Wirtschaftspläne von US-Präsident Donald Trump haben bisher bei Experten eher Kopfschütteln ausgelöst. Aber jetzt kommen von einem Top-Ökonomen ganz andere Töne. Arthur Laffer ist voll des Lobes für Trumps Politik - und prophezeit der US-Wirtschaft gar himmlische Zeiten.

"Trump kann ein herausragender Präsident werden"

Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) äußert sich der US-Ökonom äußerst positiv über den neuen Präsidenten und dessen Vorhaben, um die Wirtschaft anzukurbeln: "Donald Trump kann ein herausragender Präsident werden."

Aus Sicht des Wirtschaftsexperten werde es zu einer "wirtschaftlichen Blüte ungekannten Ausmaßes" kommen.

Laffers Begründung: Trump werde die Steuern senken, überflüssige Regelungen streichen, Obamacare zurücknehmen und "diesen Moloch an Finanzmarktreform verschlanken – alles vollkommen richtig." Obendrein werde Trump aus seinen Fehlern lernen.

Laffer: "Nehme Trumps Worte nicht für bare Münze"

Laffer ist kein Unbekannter, seine Nähe zu den Republikanern offensichtlich. Er war Wirtschaftsberater in Ronald Reagans Team während dessen Präsidentschaft. Auch deshalb liegt für Laffer der Vergleich zwischen dem 40. und dem aktuellen US-Präsidenten auf der Hand. Beide "sind Marktschreier, Filmstars, Anführer". Laffer sagt: "Ich nehme Trump ernst, seine Worte aber
nicht für bare Münze."

Einen negativen Punkt findet er trotzdem bei Trumps Wirtschaftspolitik: "Protektionismus ist ein Riesenfehler, er war schon der entscheidende Grund für die große Depression der Dreißigerjahre. Protektionismus bringt auch keine Jobs zurück", so der 76-Jährige in der "SZ".

Nach ihm ist die U-förmige "Laffer-Kurve" benannt. Demnach sollen die Steuereinnahmen mit steigendem Steuersatz erst steigen, dann nach Erreichen eines Maximums wieder sinken.

Von anderen Star-Ökonomen waren eher pessimistische Stimmen zur Wirtschaftsentwicklung unter Trump zu hören. So sagt Stanford-Ökonom Nicholas Bloom, dass Trump sein wichtigstes Versprechen - Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze - nicht halten kann. Ähnlich sieht das auch der frühere amerikanische Finanzminister Larry Summers. Und Ed­mund Phelps, der 2006 den Wirt­schafts­no­bel­preis­ erhielt, warnt gar vor einer "tiefen, langen Re­zes­si­on", die bevorstehen würde.

(ks)

Korrektur anregen