Lesbisches Elternpaar bringt AfD-Politikerin von Storch in Rage

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BEATRIX VON STORCH
Beatrix von Storch ist wütend - sie stört sich an dem Bild einer Regenbogenfamilie | Wolfgang Rattay / Reuters
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  • Regenbogenfamilien mit homosexuellen Elternpaaren gehören mittlerweile zum Alltag
  • Damit gehören sie auch zur werberelevanten Gruppe
  • Das will AfD-Politikerin Beatrix von Storch nicht akzeptieren

Vater, Mutter, möglichst viele Kinder. So sieht das traditionelle Familienbild aus. Zwar akzeptiert die AfD auch andere Lebensentwürfe, doch die Partei sagt deutlich: "Die Ehe zwischen Mann und Frau ist familienpolitisch wünschenswert."

Diese Devise verfolgt Beatrix von Storch, stellvertretende Bundesvorsitzende der AfD. Auf Twitter ereifert sie sich über ein Reklamefoto der Deutschen Telekom, das für einen Familientarif des Unternehmens wirbt. Dort zusehen: eine glückliche Werbefamilie, zwei Frauen und ein Kind.

Telekom bringt die rechte Politikerin auf die Palme

Selbstverständlich ist für die Zeugung immer ein Mann notwendig. Das ist unbestreitbar. Aber auch: "Wer das Kind gezeugt hat ist für eine Familie irrelevant (sic!)." So antwortet das Unternehmen auf die Nachfrage eines sich ereifernden Nutzers.

Diese Aussage bringt die rechte Politikerin auf die Palme. Ihr Problem: "Väter sind irrelevant. Sagt die Telekom. Das ist ebenso wahnsinnig modern wie wahnsinnig blödsinnig."

Sie will nicht akzeptieren, dass Familienzusammensetzungen jeglicher Couleur zur Realität in Deutschland geworden sind. Eben dieses Wirklichkeit will auch der Telefon-Riese abbilden: "Das ist Familie. Gut ist. Die Werbefamilien der letzten Jahre sind jedenfalls unrealistischer und seltener."

Zumindest die Telekom ist damit im 21. Jahrhundert angekommen. Bis dahin ist es für von Storch noch ein langer Weg.

(jg)