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Dieses kleine Land macht unseren ganzen Planeten grüner

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NORWEGEN
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Norwegen ist bald ein CO2-neutrales Land. Ein Beispiel, dem wir schnellstens folgen sollten.

Der Fünf-Millionen-Einwohner-Staat Norwegen ist weltweit Vorreiter beim Klimaschutz. Als UNESCO-Weltkulturerbe, mit Orten wie den Lofoteninseln und mit seinen smaragdgrünen Fjorden, ist es leicht zu verstehen, warum Norwegen den Klimawandel sehr ernst nimmt. Bleibt die Frage: Wie schaffen die Norweger das? Das sind die Klimaschutz-Geheimnisse des skandinavischen Landes:

Bis 2030 wird Norwegen klimaneutral

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Erst vor wenigen Monaten verabschiedete das Parlament in Oslo einen Plan, nach dem das Land bis 2030 klimaneutral werden soll – zwei Jahrzehnte früher als ursprünglich vorgesehen. Damit beginnt ein Programm zur beschleunigten CO2-Reduktion und dem Handel mit Abgaszertifikaten, das unter anderen den Schadstoffausstoß der Öl- und Gasindustrie zu begrenzen. Diese sollen in naher Zukunft ohnehin vollständig aus dem Leben der Norweger getilgt werden. Das hat Vorbildcharakter: Kürzlich verabschiedete auch Irland ein Gesetz, um komplett unabhängig von fossilen Brennstoffen zu werden.

Nulltoleranz für Abholzung

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Norweger sind gern die ersten, wenn es darum geht, ein Ziel zu erreichen. Im vergangenen Jahr setzte die Regierung durch, dass Einkäufe der öffentlichen Hand nicht zur Abholzung des Regenwalds beitragen dürfen. So weit ist bislang keine andere Nation gegangen. In Norwegen ist der Schritt aber nur logisch – schließlich ist das Land von Wald praktisch überzogen. Zudem unterstützt der Staat ähnliche grüne Projekte in Brasilien und Indonesien. So überwies Norwegen im Jahr 2010 eine Finanzhilfe von einer Milliarde Dollar an Indonesien, um dort die Regenwälder zu retten.

Die Kraft des Wassers

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In Norwegen ist Stromerzeugung mittels Wasserkraft eine ganz normale Energiequelle. Bislang sind 275 Kraftwerke gebaut. Laut einer Studie der International Hydropower Association macht die Wasserenergie 99 Prozent der norwegischen Stromerzeugung aus.

Grüne Autos, grüner Strom

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Beim CO2-Ausstoß liegt Norwegen hinter seinen europäischen Nachbarn bislang leicht zurück. Das soll sich jedoch schnell ändern. Ein Gesetzesentwurf sieht vor, dass der Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotor innerhalb des nächsten Jahrzehnts verboten werden soll. Bis 2025 sollen sämtliche PKWs durch grüne Energie angetrieben werden.

Die Pläne sind ambitioniert, aber nicht unrealistisch: In keinem Land gibt es so viele Elektroautos pro Kopf wie in Norwegen. Es ist der vierte Staat weltweit, in dem insgesamt 100.000 dieser Autos auf der Straße sind. Als Vorbote für das neue Zeitalter sprach Norwegens Hauptstadt Oslo, die rund 14.000 Elektrofahrzeuge beherbergt, im Januar dieses Jahres ein zweitägiges Dieselautoverbot aus.

In Norwegen bläst ein anderer Wind

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Bis 2020 will Norwegen seine Windkraftproduktion verdreifachen. Helfen sollen dabei Investitionen von drei Milliarden Dollar, die 2013 beschlossen wurden. Auf dem Weg zu einer ölfreien Gesellschaft soll zudem das größte Windkraftprojekt auf dem europäischen Festland entstehen. Es soll aus sechs Windfarmen mit einer gemeinsamen Kapazität von 1.000 Megawatt bestehen und damit weltweit das viertgrößte seiner Art sein.

Die Sorge um den Klimawandel ist integraler Bestandteil der norwegischen Kultur – und darin so tief verwurzelt, dass jeder Verantwortung für die Bewahrung unserer Umwelt übernimmt. Das Land zeigt dem Rest der Welt, wie es geht. Der muss es jetzt nur noch nachmachen.

Lerne mehr über Nachhaltigkeit auf Electrify the World - a Nissan Mobility Initiative.