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12/02/2017 18:59 CET | Aktualisiert 13/02/2017 01:01 CET

Medienbericht: Jazzlegende Al Jarreau ist tot

Chris Pizzello / Reuters
Al Jarreau accepts the award for Best Traditional R & B Vocal Performance, for "God Bless The Child," at the 49th Annual Grammy Awards in Los Angeles February 11, 2007. REUTERS/Chris Pizzello (UNITED STATES)

Jazz-Legende Al Jarreau ist tot. Er sei am Sonntagmorgen im Krankenhaus im Kreise seiner Familie und enger Freunde gestorben, hieß es auf seinem offiziellen Twitter-Account. Erst vor wenigen Tagen hatte Jarreau bekanntgegeben, dass er wegen körperlicher Erschöpfung keine Konzerte mehr geben würde.

Der Musiker war zuletzt in einem Krankenhaus in Los Angeles behandelt worden. Noch am Donnerstag hatte es auf seinem Twitter-Account geheißen, er erhole sich langsam, aber stetig. Zur Todesursache wurden keine Angaben gemacht.

Jarreau hatte erst vor wenigen Tagen auf ärztlichen Rat sämtliche anstehenden Konzerte dieses Jahr abgesagt. Auch Veranstaltungen in Deutschland waren betroffen.

Jarreau wäre im März 77 Jahre alt geworden. In seiner fünf Jahrzehnte umspannenden Karriere gewann er sieben Grammy Awards. Sein größter Erfolg war 1981 "We're in This Love Together". Unter anderem war er auch Teil des Ensembles der 1980er-Hymne "We are the World". Das "Time Magazine" nannte ihn einst den "größten lebenden Jazz-Sänger".

Er wollte sich aber nicht nur in die Jazz-Schublade stecken lassen. Als einer von sehr wenigen Künstlern gewann er Grammys in drei verschiedenen Genres: Jazz, Pop und R&B. Sein Tod dürfte auch Thema bei der diesjährigen Grammy-Gala am Sonntagabend sein.

Der in Milwaukee aufgewaschene Jarreau startete seine professionelle Musikerkarriere erst spät. Mit 35 Jahren nahm er sein erstes Album auf. Zuvor hatte er als Berufsberater für behinderte Menschen gearbeitet.

Jarreau hinterlässt seine Ehefrau Susan und seinen Sohn Ryan. Sie baten statt Blumen oder Geschenken um Spenden für die Wisconsin Foundation for School Music, die sich für Musikunterricht an Schulen einsetzt.

Auf seiner Homepage heißt es:

al jarreau