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12/02/2017 18:08 CET | Aktualisiert 12/02/2017 18:50 CET

Tierschützer warnen: Tausende Hunde wegen Eurovision Song Contest in Lebensgefahr

Helios8 via Getty Images
Tierschützer warnen: Tausende Hunde wegen Eurovision Song Contest in Lebensgefahr.

Der Eurovision Song Contest (ESC) wird dieses Jahr in der ukrainischen Hauptstadt Kiew stattfinden. Das könnte den dort lebenden Straßenhunden zum Verhängnis werden, befürchten nun Tierschützer.

Die Vereinigung Animal Rights Switzerland/France informierte den NDR und die Europäische Rundfunkunion (EBU) über die "befürchtete Tötung von Straßenhunden für den Eurovision Song Contest 2017 in der Ukraine".

Die Tierschützer wiesen daraufhin, dass auch im Vorfeld der Fußball EM im Jahre 2012 tausende Straßenhunde in der Ukraine getötet worden seien. Und auch vor dem ESC seien nun wieder private Hundefänger unterwegs, die angeblich Jagd auf die Streuner machen.

Tötung von Straßenhunden gängige Praxis

Der Vorsitzende des ESC-Fanclubs der Ukraine, Paul Hrosul, erklärte gegenüber der ARD, dass die Tötung von Straßenhunden gängige Praxis in der Ukraine sei und nicht im Zusammenhang mit dem ESC stehe. "Alle Hunde, die auf der Straße wohnen, wurden eingesammelt und umgebracht, da es nicht viele Hundeheime gibt", sagte er.

Einen öffentlichen Auftrag, die Tiere zu töten, gibt es jedoch laut Deutschem Tierschutzbund nicht. "Über direkte Kontakte vor Ort haben wir die Auskunft erhalten, dass es keine entsprechende Anweisung der Stadt gibt. Wir behalten das Ganze natürlich weiter im Auge und würden reagieren, falls sich ein entsprechender Verdacht doch bewahrheiten sollte", sagte Lea Schmitz, Pressereferentin des Deutschen Tierschutzbundes, der ARD.

Denn die Hundefänger könnten nach wie vor unterwegs sein - mit oder ohne Auftrag der ukrainischen Behörden.

Bürgermeister Klitschko spricht sich gegen eine Tötung der Straßenhunde aus

Immerhin: Der Bürgermeister der Stadt Kiew, der ehemalige Profi-Boxer Vitali Klitschko, forderte in einem Video die Bevölkerung auf, die Straßenhunde nicht zu töten, sondern zu schützen.

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber, der für den ESC in Deutschland verantwortlich ist, hat auf der Internetseite der ARD erklärt, dass man das Thema beim Treffen der Delegationen im März in Kiew erörtern werde.

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(lp)