NACHRICHTEN
10/02/2017 09:34 CET | Aktualisiert 10/02/2017 11:29 CET

So blamierte sich Trump bei seinem ersten Telefongespräch mit Putin

  • Donald Trump soll uninformiert in sein erstes Gespräch mit Wladimir Putin gegangen sein

  • Der US-Präsident musste das Telefonat unterbrechen, weil er über Abrüstungsabkommen nicht kannte

  • Trump musste sich das Abkommen zwischen USA und Russland von einem Mitarbeiter erklären lassen

  • Die wichtigsten Infos des Textes seht ihr auch im Video oben

Bei seinem ersten Telefongespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hat sich der Präsident der USA, Donald Trump, direkt einen Fauxpas erlaubt.

Trump sei bei dem Gespräch Ende Januar von Putin auf den 2010 zwischen den USA und Russland abgeschlossenen New Start Vertrag angesprochen worden – und habe erst mal bei seinen Mitarbeitern nachfragen müssen, um was es in dem Abkommen gehe.

Das berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters" unter Berufung auf hochrangige interne Quellen.

Trump bezeichnet Nuklear-Abkommen als "schlechten Deal"

Beim New-Start-Vertrag, der unter Trumps Vorgänger Obama verabschiedet worden war, handelt es sich um einen Abrüstungsvertrag zwischen Russland und den USA, der seit 2010 die Atomwaffen-Produktion beider Länder einschränkt. Der Vertrag läuft im Jahr 2021 aus.

Putin habe im Gespräch mit Trump die Möglichkeit in den Raum gestellt, den Vertrag zu verlängern, berichtet Reuters. Nachdem ein Mitarbeiter Trump den Deal erklärt hatte, habe dieser Putin mitgeteilt, der New-Start-Vertrag sei ein "schlechter Deal" für die USA – einer von mehreren "schlechten Deals", die unter Obama verabschiedet worden seien.

Trump habe zudem über seine eigene Popularität in den USA gesprochen, berichtet die Nachrichtenagentur.

"Trump scheint keine Ahnung zu haben"

Trumps Regierungssprecher Sean Spicer wollte sich laut "Reuters" nicht zu dem Gespräch der beiden Präsidenten äußern. "Ich würde das Gespräch als produktiv bezeichnen", sagte er der Nachrichtenagentur. "Es ist nicht so, dass Trump nicht wusste, um was es ging. Er wollte nur eine Meinung zu etwas", erklärte er.

Demokratische Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses und des Justizausschusses des Senats kritisierten Trump für den Vorfall.

"Es kann gar nicht genug betont werden, wie fahrlässig es ist, wenn der Präsident der USA die wesentlichsten Fakten über nukleare Politik und Rüstungskontrolle nicht kennt", sagte die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen dazu in einem Statement. "Es gibt keine Zweifel daran, dass der New-Start-Vertrag unser Land sicherer gemacht hat".

Daryl Kimball, Executive Director der Arms Control Association sagte dazu: "Leider scheint Herr Trump keine Ahnung davon zu haben, wie wertvoll dieses entscheidende Abkommen ist, dass die Gefahr, die von nuklearen Waffen ausgeht, maßgeblich reduziert".

Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen. Wie ihr selbst aktiv werden könnt, erfahrt ihr bei unserem Kooperationspartner Betterplace..

Aggressiver Kandidat: Donald Trump verspricht: Als Präsident schicke ich alle Flüchtlinge wieder nach Hause

(jg)

Gesponsert von Knappschaft