Hoffen wir, dass Trump das nicht weiß: Die Freiheitsstatue ist Araberin ...

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FREIHEITSSTATUE
Die Freiheitsstatue in New York ist wahrscheinlich Muslimin | Getty
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US-Präsident Donald Trump würde am liebsten alles aus den USA verbannen, was er für unamerikanisch hält.

Es ist - abgesehen von jeder inhaltlichen Bewertung - ein paradoxes Unterfangen in einem Staat, zu dessen DNS die Einwanderung zählt. Und dessen Symbol ausgerechnet eine Statue ist, die einen multikulturellen Hintergrund hat: die Freiheitsstatue.

Sie ist ein Geschenk an die Amerikaner, gebaut in Frankreich und erstmals zur Probe aufgestellt in Paris. Forscher haben allerdings noch mehr Unamerikanisches in der Geschichte der Statue entdeckt.

Sie ist arabischer Abstammung, hatte die Nachrichtenagentur AFP bereits 2015 berichtet. Und nicht nur das. Dem US-Sender CBSN zufolge soll sie eine Landwirtin aus Ägypten verkörpern und ihr Leben wahrscheinlich als Muslimin begonnen haben.

Die Freiheitsstatue war erst eine arabische Bäuerin

Ersichtlich ist die Herkunft der Liberty nicht sofort: Die Statue wurde vom Künstler Frédéric Auguste Bartholdi geschaffen. Der reiste in den Jahren 1855 und 1856 nach Ägypten. Dort entwickelte er ein Vorliebe für "riesige Monumente und kolossales Skulpturen", wie der US National Park Service, der die Freiheitsstatue verwaltet, berichtet.

1896 bat ihn die ägyptische Regierung um einen Entwurf für den Leuchtturm für den Suezkanal. Also zeichnete Bartholdi eine riesige Statue, die eine Frau in einer Robe zeigte, welche ein Fackel hochhält.

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Vom Suezkanal nach New York

Das Werk nannte er "Ägypten bringt Licht nach Asien". Bartholdi fertigte eine Reihe von Zeichnungen. In den ersten Entwürfen stellte er die Statue als arabische Bäuerin dar. Erst nach und nach entwickelte sie sich zu der Göttin, als die wir sie heute kennen. Das erklärte Barry Moreno, der für die Smithsonian Institution arbeitet.

Der Leuchtturm wurde allerdings nie gebaut. Doch 1870 bekam Bartholdi den Auftrag, eine Statue zu entwerfen, welche die Franzosen den USA zum Geschenk machen wollten. Dabei griff er auf seine alten Entwürfe zurück. Er nannte sie "Die Freiheit erleuchtet die Welt".

Man kann nur hoffen, dass Trump diese Geschichte nicht kennt. Wer weiß, was dann mit der legendären Statue passieren würde.

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(sk)

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