POLITIK
02/02/2017 18:39 CET | Aktualisiert 02/02/2017 20:03 CET

Trump weicht Obamas Russland-Sanktionen auf

ALEXEY DRUZHININ via Getty Images
Russian President Vladimir Putin (L) and Hungarian Prime Minister Viktor Orban give a joint press conference on February 2, 2017 in Budapest. / AFP / SPUTNIK / Alexey DRUZHININ (Photo credit should read ALEXEY DRUZHININ/AFP/Getty Images)

  • Das US-Schatzamt hat Obamas Sanktionen gegen Russland teilweise zurückgenommen

  • Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters

  • Von nun an dürfen US-Unternehmen wieder Geschäfte mit dem russischen Geheimdienst FSB machen

Das US-Schatzamt hat angefangen, Obamas Sanktionen gegen Russland aufzuweichen.

Ab jetzt dürfen US-Unternehmen auch Geschäfte mit dem russischen Geheimdienst FSB machen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Von nun an dürfen US-Unternehmen demnach bis zu 5.000 US-Dollar im Jahr an den FSB, den Nachfolger des KGB, zahlen.

Trump hatte sich bereits vor seinem Amtsantritt für ein besseres Verhältnis zu Russland ausgesprochen und eine Neubewertung der Sanktionen angedeutet.

Sanktionen waren von Trumps Vorgänger Barack Obama eingeführt worden

Trumps Vorgänger Barack Obama hatte Ende Dezember Russland unter dem Vorwurf mit Sanktionen belegt, mit Cyberangriffen die US-Präsidentenwahl beeinflusst zu haben.

So wurden Vermögen bestimmter russischer Mandatsträger eingefroren und ihnen die Einreise in die USA und Geschäfte mit US-Unternehmen und -Bürgern untersagt

Unter Obamas Anordnung war es amerikanischen Unternehmen bislang aber eben auch untersagt gewesen, mit dem FSB Geschäfte zu machen.

Russland freut sich über "Beginn einer echten Zusammenarbeit"

In der russischen Politik reagierte man erfreut auf Trumps Anordnung.

Der russische Politiker und ehemalige Vorsitzende des FSB, Nikolai Kovalyov sagte gegenüber der russischen Nachrichtenagentur TASS, die "Lockerung der Sanktionen" würden "zeigen, dass dies der Beginn einer echten Zusammenarbeit in Richtung einer Anti-Terror-Koalition" sei.

Ohne diesen Schritt Trumps, wäre es unmöglich gewesen, weiter in diese Richtung zu arbeiten, sagte Kovalyov.

Putin und Trump streben engere Zusammenarbeit an

Dass sowohl Trump als auch der russische Präsident Wladimir Putin an einer engeren Zusammenarbeit interessiert sind, zeichnet sich schon länger ab.

Der Kreml rechnet noch vor dem G20-Gipfel im Juli mit einem Treffen der Präsidenten Donald Trump und Wladimir Putin. Das sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau, nachdem die Staatschefs am Samstagabend miteinander telefoniert hatten. Dabei vereinbarten sie auch, ihre Berater nach Zeit und Ort eines Treffens suchen zu lassen.

"Wir haben eine Bereitschaft gesehen, schwierige Fragen auf dem Weg von Gesprächen, von Dialog zu lösen", kommentierte Peskow der Agentur Interfax zufolge das Telefonat.

Das Gespräch sei erstmals nicht von Moralpredigten geprägt gewesen, sondern von nationalen Interessen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow mit einem Seitenhieb auf den früheren US-Präsidenten Barack Obama.

Der zwischen Trump und Putin vereinbarte gemeinsame Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien könne funktionieren, wenn die Militärs beider Länder mitziehen.

Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen. Wie ihr selbst aktiv werden könnt, erfahrt ihr bei unserem Kooperationspartner Betterplace.

Diese kleine Entscheidung Putins könnte die weltweite Machtverteilung massiv verändern

Gesponsert von Knappschaft