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02/02/2017 17:40 CET | Aktualisiert 03/02/2017 08:31 CET

Dieser simple Atemtest kann Krebs im Frühstadium diagnostizieren - und so Millionen Leben retten

  • Durch einen Atemtest kann Speiseröhren- und Magenkrebs früh erkannt werden

  • Das ergab eine britische Studie des Imperial College London

  • Der Test lieferte bei 85 Prozent der Untersuchten das richtige Ergebnis

  • Die wichtigsten Infos des Textes seht ihr auch im Video oben

Ein einfacher Atemtest könnte in Zukunft die Leben tausender Krebserkrankter retten. Das fand eine aktuelle Studie des Imperial College London heraus. Die Methode betrifft die frühzeitige Erkennung von Speiseröhren- und Magenkrebs - zwei besonders schwer diagnostizierbaren Krebsarten.

"Bisher war der einzige Weg um (diese Art von Krebs) zu erkennen, eine Endoskopie", erklärte die Forscherin Sheraz Markar im Interview mit der britischen Nachrichtenseite "Telegraph". "Diese Methode ist teuer, invasiv und ist oftmals mit gesundheitlichen Risiken verbunden".

Bei einer Endoskopie wird ein Schlauch durch den Hals in den Magen geleitet. Das Problem: Nach der Diagnose starben bislang 85 Prozent der Betroffenen innerhalb der nächsten fünf Jahre. Oftmals war wohl auch die späte Diagnose von Erkrankten daran Schuld.

Atemtest leistet korrekte Diagnose bei 85 Prozent der Probanden

Ein einfacher Atemtest soll die aufwendige Endoskopie nun ersetzten und dabei helfen, Speiseröhren- und Magenkrebs in Zukunft früher diagnostizieren zu können - um somit Leben zu retten.

Die Untersuchung der Forscher ergab, dass ein Atemtest mit relativer Sicherheit bestimmen kann, ob ein Mensch unter einer der beiden Krebsarten leidet.

Der Atem von 335 Patienten eines Londoner Krankenhauses wurde für die Studie auf spezifische Chemikalien untersucht. Davon litten 163 Menschen an Speiseröhrenkrebs, 172 waren gesund. Das Ergebnis: Anhand des Atems konnte bei 85 Prozent der Patienten die richtige Diagnose gestellt werden.

In den nächsten Jahren wollen die Forscher weitere Untersuchungen mit Menschen durchführen, bei denen noch kein Krebs diagnostiziert wurde, berichtet der "Telegraph". Zudem soll untersucht werden, ob durch einen Atemtest möglicherweise auch andere Krebsarten diagnostiziert werden könnten.

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(jg)

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