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Medienbericht: Bundesregierung hält 300.000 Migranten pro Jahr für möglich

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Derzeit leben 82,6 Millionen Menschen in Deutschland | Elan Fleisher / LOOK-foto via Getty Images
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  • Die Bundesregierung geht davon aus, dass künftig pro Jahr 300.000 Zuwanderer kommen
  • Die Einwohnerzahl in Deutschland könnte so bis 2060 stabil bleiben
  • Die Integration der Einwanderer in den deutschen Arbeitsmarkt sei aber schwierig

Deutschland stirbt doch nicht aus.

Wie die "Rheinische Post" berichtet, geht die Bundesregierung davon aus, dass die Bevölkerungszahl bis 2060 auf dem heutigen Level bleibt. Verantwortlich seien gestiegenen Geburtsraten und eine höhere Zuwanderung.

Derzeit leben 82,6 Millionen Menschen in Deutschland - Rekord. Der kommt auch wegen der vielen Zuwanderer in den vergangenen zwei Jahren zustande.

"Aus bevölkerungswissenschaftlicher Sicht erscheint auch eine höhere dauerhafte Zuwanderung von 300.000 (Menschen, Anm. d. Red.) möglich", heißt es nach Angaben der "Rheinischen Post" in der neuen demografiepolitischen Bilanz. Das Bundeskabinett wolle diese an diesem Mittwoch beschließen.

Bundesregierung geht nicht mehr von sinkender Bevölkerungszahl aus

Die Bundesregierung glaube nicht mehr, dass die Bevölkerungszahl sinken wird, schreibt die "Rheinische Post". Bisher ging die Regierung davon aus, dass in Zukunft nur noch 73 oder gar 67 Millionen in Deutschland leben werden.

Dank Migration und mehr Geburten könnte "die Einwohnerzahl in Deutschland bis 2060 ungefähr auf dem heutigen Stand stabil bleiben", lautet die neue Voraussage.

Zu einer ernüchternden Bilanz kommt die Regierung allerdings bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt, so die "Rheinische Post".

"Nach den vorliegenden Erfahrungen wird dies nicht einfach sein und länger dauern als zunächst vielfach erhofft", laute die Regierungserkenntnis. Die Erfolge würden "erst mittel- bis langfristig sichtbar".

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(ben)