LIFESTYLE
24/01/2017 09:58 CET

Nach Abzocke-Vorwurf: So rechtfertigt sich Til Schweiger für sein teures Edelwasser

In Til Schweigers neuem Restaurant "Barefood Deli" in Hamburg gibt es statt Markenwasser normales Leitungswasser zu kaufen - ein Liter kostet 4,20 Euro.

Auf Nachfrage der "Hamburger Morgenpost" erklärte das Personal des "Barefood Deli" am Montag: "Das Leitungswasser ist zum Teil kalkhaltig und wir lassen deswegen unser Wasser durch ein gutes Filtersystem laufen. Dann bekommen es unsere Gäste veredelt auf den Tisch." (Mehr zu den Vorwürfen oben im Video)

Schweiger reagiert mit viel Sarkasmus

Jetzt hat Til Schweiger reagiert, und der Morgenpost einen Brief geschrieben - der beginnt mit Sarkasmus auf höchstem Niveau.

"Liebe Hamburger Mopo, vielen Dank für Euren hochklassigen und investigativen Artikel...Während in der Weltgeschichte momentan einfach nichts Berichtenswertes passiert, ist es Euch gelungen, Wikileaks ein Thema höchster, gesellschaftlicher Relevanz wegzuschnappen: Der Preis des Wassers in meinem Barefood Deli! Immerhin auf Eurer Titelseite. Da stimmen die Prioritäten!“

Der Schauspieler kritisiert die Recherche und die Anspruchshaltung der Hamburger Tageszeitung und will ein paar Fakten klarstellen: "In jeder Gastronomie ist Wasser die Haupteinnahmequelle. Das ist auch okay, denn damit wird nicht nur der Einkauf, sondern auch der Service, das Ambiente, die Gläser, die Bar und in unserem Fall eine Wasseraufbereitungsanlage bezahlt."

Den vermeintlich hohen Preis erklärt Schweiger damit, dass es weit verbreitet üblich sei, Tafelwasser zu filtern, veredeln und für einen hohen Preis zu Tisch zu bringen. Da sei "Barefood Deli" noch günstig - in vergleichbaren Restaurants würde das Wasser für sieben oder acht Euro pro Flasche verkauft und nicht nur für 4,20 Euro wie in Tils Restaurant.

Nachhaltigkeit und Verzicht auf Werbekostenzuschuss

"Ursache hierfür ist ein Konzept, das in erster Linie durch seine Nachhaltigkeit besticht: Anders als andere Markenwasser reist unseres keine tausend Kilometer über die Autobahn, sondern wird vor Ort gefiltert, veredelt und abgefüllt", rechtfertigt der Schauspieler das Wasserkonzept weiter.

Hinzu komme, dass das Wasser nach dem Filtern in hauseigenen Flaschen abgefüllt und durch Zugabe von Kräuter und natürlichen Geschmacksstoffen verfeinert werde. "Wir feiern damit ein Top-Produkt unserer Stadt, auf das ganz Hamburg stolz sein kann!"

Neben der bereits genannten Faktoren würden für den Verkaufspreis noch Personalkosten und der Verzicht auf einen Werbekostenzuschuss eine Rolle spielen. Herzlich beendet der Schauspieler und Restaurantbesitzer den Brief mit "Liebe Grüße, Euer Til".

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