POLITIK
24/01/2017 06:38 CET

Emotionaler Appell: Merkel spricht über Flüchtlingspolitik – und wird so persönlich wie selten

dpa

  • Angela Merkel hat in Würzburg über ihre Flüchtlingspolitik gesprochen

  • Sie warb für mehr Verständnis für Flüchtlinge und bedankte sich bei den Deutschen

Beim Diözesanempfang des Bistums in Würzburg hat Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut für ihre Flüchtlingspolitik geworben. Dabei richtete Merkel einen emotionalen Appell an die Deutschen – und wurde so persönlich wie selten.

Merkel bat die Deutschen, Verständnis für Flüchtlinge aufzubringen. Die Kanzlerin sagte laut der Zeitung "Die Welt“ in Anspielung auf ihre eigene DDR-Vergangenheit: "Wenn ich aus Syrien nach Deutschland gekommen wäre, würde ich auch nicht gleich alles verstehen, wie das bei uns alles geregelt ist. Das war schon nach der deutschen Einheit nicht einfach, das alles zu verstehen.“

Dennoch sei eine Bereitschaft zur Integration auf beiden Seiten gefragt. Im Mittelpunkt der deutschen Staatsordnung stünden Recht und Menschenwürde. Merkel erklärte: "Ich finde, wir können auch zeigen, dass wir von den Grundprinzipien unseres Landes überzeugt sind.“

Zuwanderer ohne Bleiberecht müssten das Land auch wieder verlassen, so die Kanzlerin.

Merkel sprach bei der Integration von einer "harten Probe“ und einer "Riesenaufgabe“. Sie dankte den Menschen "für all das, was sie geleistet haben“ und versprach mehr Personal für Polizei und Sicherheitsbehörden.

Es gehe darum denjenigen, "die ihren Kopf hinhalten für unsere Sicherheit“, ausreichend Instrumente für ihre Arbeit zu geben.

(bp)