LIFESTYLE
24/01/2017 16:13 CET

Für diese Idee boten Investoren einem 16-Jährigen fast 6 Millionen Euro - doch er lehnte ab

Die Geschichte des 16-jährigen Mohammed Ali aus dem britischen Dewsbury ist ein beeindruckendes Beispiel für Standhaftigkeit und Selbstbewusstsein.

Er entwickelte eine Website, die Preise unterschiedlichster Produkte vergleicht. Sein Projekt erweckte das Interesse von US-Investoren und sie boten ihm sage und schreibe knapp sechs Millionen Euro für den Verkauf der Website an.

Der junge Engländer aber lehnte das Angebot ab. Seine erstaunliche Begründung: Die von ihm programmierte Webseite sei noch viel mehr wert.

(Im Video oben erfahrt ihr mehr zu Mohammed Alis unglaublicher Geschichte.)

Mohammed Ali ist ein echter Computer-Freak: Mit gerade mal 12 Jahren programmierte er ein Video-Spiel und eine Finanz-App für Smartphones, die ihm bis heute bereits Tausende Pfund eingebracht haben.

Zusammen mit seinem 60 Jahre alten Geschäftspartner, dem Entrepreneur Chris Thorpe, entwickelte er ein Internet-Vergleichsportal, das in Echtzeit Preise von unterschiedlichen Produkten auswerten und vergleichen kann.

Laut Aussage des jungen Gründers ist das Portal "konkurrenzlos".

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Dieses Potential sahen auch amerikanische Investoren, die Ali zunächst einen Investment-Deal vorschlugen. Als der Jugendliche die Amerikaner zur ersten Geschäftsverhandlung traf, boten sie ihm stattdessen ein Angebot von umgerechnet knapp 5,9 Millionen Euro an; für den kompletten Verkauf seiner Geschäftsidee.

Kurz vor Weihnachten erteilte er den Investoren eine Absage. Alleine das Konzept der Seite sei schon jetzt mehr wert, als ihm für den Verkauf geboten wurde, begründete er seine Entscheidung.

Gegenüber der britischen Zeitung "The Sun“ sagte Ali: "Wenn unsere Technologie und unser Konzept jetzt schon Millionen wert sind, was passiert, wenn Verbraucher die Seite erst einmal benutzen?“

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Mohammed Ali erteilte den Investoren eine Absage - trotz einem gewaltigem Angebot. Credit: Mohammed Ali

Auch wenn Ali ein gewisses Risiko eingegangen ist, indem er das Angebot ablehnte - mit dem Vergleichsportal hat er sehr große Ambitionen:

"Mir ist es wichtig, dass die Website für die Menschen ein allgemein bekannter Begriff wird - so wie Bloomberg“, sagt Ali.

Der Teenager lebt zusammen mit seinen Eltern und seinem Zwillingsbruder in einer Eigentumswohnung. Vor kurzem hat er mit einem Teil seines Firmenerlöses das gemeinsame Wohnzimmer der Familie renovieren lassen. Für 1600 Pfund - "die bisher größte Ausgabe für mich", sagt Ali.

Autodidaktisch zum Erfolg

Ali beschäftigte sich schon sehr früh mit Computern. Mit Youtube-Tutorials brachte er sich autodidaktisch das Programmieren bei.

Dies stieß Anfangs jedoch auf eher verhaltene Reaktionen in der Familie. "Meine Mutter war nicht begeistert, dass ich ständig vor dem Computer hing, doch inzwischen ist sie sehr stolz auf mich“, erinnert sich Ali.

Das meiste Wissen habe er sich durch das Lesen von Büchern und das Ansehen von Videos angeeignet, verrät er. Für Ali der Beweis dafür, dass es auch andere Wege der Wissensvermittlung gibt als Schule und Universität.

"Ich möchte auch andere Menschen mit meiner Arbeit inspirieren und sie dazu ermutigen, ebenfalls etwas zu erschaffen, auf das sie stolz sein können“, sagte er der "Sun".

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Mohammed Ali im Alter von vier Jahren. Credit: Mohammed Ali

"Viele Menschen denken, sie benötigen Unsummen an Geld um ein Unternehmen zu gründen, doch die Wahrheit ist, dass man auch ganz klein anfangen kann und dann sukzessive das Geschäft ausbaut.“

Im Herzen doch noch ein Teenager

So wie seine Mitschüler an einem Freitag Abend auszugehen und zu feiern, ist für den ambitionierten Jugendlichen undenkbar. "Es ekelt mich an, wenn ich sehe wie sich andere Jugendliche sinnlos betrinken“, erklärt er.

Mohammed Ali hat mit seinen Ideen bisher rund 41.000 Pfund verdient. Das Geld investiert er in neue Projekte oder er legt es zurück.

Trotz seines immensen Erfolgs und so ganz und gar erwachsenen Verhaltens: Ein bisschen Teenager ist der junge Mohammed Ali am Ende dann doch noch.

"Manchmal kaufe ich mir von meinem Geld auch Sneaker oder Klamotten, die mir gefallen“, gibt er zu.

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(lk)