Irre AfD-Rede: Was heute Abend in Dresden passierte, sollte ganz Deutschland wissen

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  • Auf Einladung des Parteinachwuchses hat der Thüringer AfD-Vorsitzende Björn Höcke in Dresden gesprochen
  • Seine Rede sorgte für einiges Aufsehen
  • Teile seiner Rede seht ihr im Video oben

Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke hat nach etlichen Hasstiraden in der Vergangenheit für einen weiteren Eklat gesorgt.

Am Dienstagabend hatte ihn der Parteinachwuchs der Jungen Alternative nach Dresden geladen. Negativer Höhepunkt seiner Rede im Ballhaus Watzke: Das Holocaust-Mahnmal in Berlin nannte er ein "Denkmal der Schande im Herzen der Hauptstadt".

Denn die deutsche Geschichte werde mies und lächerlich gemacht. Bereits zuvor hatte er die bekannte Rede von Richard Weizsäcker zum 40-jährigen Ende des Zweiten Weltkrieges als "Rede gegen das eigene Volk" bezeichnet.

Je länger Höckes Rede dauerte, desto mehr steigerte sich der Thüringer Landespolitiker in seinen Aussagen, die von den Anwesenden teils heftig beklatscht wurden.

Höcke trat in Dresden zusammen mit sächsischen AfD-Politikern auf, die vor ihm sprachen. Mehrere hundert Gäste kamen zu der Veranstaltung.

"Schuldkult" solle beendet werden

Auch die anwesenden Parteikollegen standen in ihren Äußerungen Höcke in nichts nach. So erklärte Jens Maier, der AfD-Bundestagskandidat für Dresden, "diesen Schuldkult für endgültig beendet." Gemeint ist die Erinnerung an den Holocaust und seine Millionen, zum Großteil jüdischen, Opfer.

Offenbar wollte die AfD bei ihrer Hetze allein sein. Denn Pressevertretern regionaler und überregionaler Medien wurde der Zutritt verwehrt. Allerdings wurde die Veranstaltung per Livestream übertragen - vom rechten "Compact"-Magazin. Wenig verwunderlich beim Gesagten.

(lp)