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16/01/2017 08:03 CET | Aktualisiert 16/01/2017 16:02 CET

Obama über das Leben im Weißen Haus: "Wir haben unser Toilettenpapier selbst bezahlt"

Carlos Barria / Reuters
In einem Interview hat der scheidende US-Präsident Barack Obama über sein Leben im Weißen Haus gesprochen

  • In einem Interview hat der scheidende US-Präsident Barack Obama über sein Leben im Weißen Haus gesprochen und Einblick in Privates gegeben

  • Er erzählte auch, wie er sich den Tag nach der Vereidigung von Donald Trump wünscht

US-Präsident Barack Obama hat dem US-Fernsehsender CBS zum Abschied ein sehr privates Interview gegeben und den Zuschauern einen Einblick in das Leben im Weißen Haus geliefert.

Er sprach auch darüber, was er selbst zahle - und was nicht. Manche würden gern sagen, er lebe nur von Steuern.

Dabei sei das einzige, was Obama nicht zahle, der Secret Service, "das Flugzeug", die Präsidentenmaschine Air Force One und die Kommunikation. "Aber, wissen Sie", sagte Obama dem CBS-Journalist Steve Kroft, "wir zahlen sogar unser eigenes Toilettenpapier hier im Weißen Haus."

"Ich muss einiges aufholen"

Kroft fragte an dieser Stelle noch einmal erstaunt nach: "Wirklich?" Präsident Obama stellte daraufhin noch einmal klar: "Ich bekomme jeden Monat am Ende eine Lebensmittelrechnung. Wissen Sie, unsere Zahnpasta, unseren Orangensaft, das alles zahlen wir."

Es sei vermutlich richtig, dass er seinen Geldbeutel nicht immer mit sich herumtrage. "Ich muss einiges aufholen, bezüglich wie alltägliche Dinge funktionieren", wies Obama auf das Ende seiner Amtszeit hin.

Für den 21. Januar, dem Tag nach der Vereidigung seines Nachfolgers Donald Trump, hat Obama schon einen Plan gefasst: erst einmal lange schlafen. "Ich werde meinen Wecker nicht stellen. Da bin ich mir sicher."

Twitter und Schlagzeilen

Aber natürlich sprach Obama in dem Interview auch über den künftigen US-Präsidenten Trump. Der habe es geschafft, die Unzufriedenheit der Menschen anzusprechen und sich über einige Maßstäbe, wie man sich als Kandidat im Wahlkampf verhält, hinwegzusetzen. "Das wird interessant sein zu beobachten, wie sich das in seiner Amtszeit entwickelt", sagte Obama.

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Ohne Trumps Weise, sich über Twitter mitzuteilen, explizit zu nennen, fügte Obama noch eine Warnung hinzu.

Wir würden in einer Zeit leben, in der Menschen ihre Nachrichten durch Tweets, kurze Zitate oder Schlagzeilen bekommen würden, sagte der US-Präsident.

"Ich denke, das hat eine Kraft. Es gibt da aber auch eine Gefahr - was eine Schlagzeile erzeugt oder eine Kontroverse hochkocht und Aufmerksamkeit bekommt, ist nicht dasselbe wie der Prozess, der notwendig ist, um ein Problem zu lösen."

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