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16/01/2017 11:09 CET

BMW hält an Werk in Mexiko fest - trotz Kritik von Donald Trump

BRYAN R. SMITH via Getty Images
BMW hält an Werk in Mexiko fest - trotz Kritik von Donald Trump

  • BMW hält an seinen Plänen fest, eine Fabrik in Mexiko zu bauen

  • Der künftige US-Präsident Donald Trump hatte dem Unternehmen mit Strafzöllen gedroht

Der deutsche Autobauer BMW zeigt sich unbeeindruckt von der Aufforderung des angehenden US-Präsidenten Donald Trump, seine Fertigungspläne für Mexiko aufzugeben.

"Das Werk in Mexiko produziert für den Weltmarkt BMW 3er und wird 2019 fertiggestellt sein", sagte Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich der "Wirtschaftswoche" in einem Gespräch am Rande der Tech-Konferenz DLD.

Trump will Konzerne zur Produktion in den USA zwingen

Trump hatte in seinem ersten Interview mit europäischen Medien BMW angegriffen. Er legte dem Konzern nahe, eine bis 2019 geplante Fabrik in die USA zu verlegen. BMW hat in das Werk eine Milliarde Euro investiert. Sollte der Autobauer nicht in den USA produzieren, drohte der künftige US-Präsident dem Unternehmen Einfuhrzölle von 35 Prozent an.

Wie BMW darauf reagieren werde, sagte Fröhlich nicht. Er wies darauf hin, dass BMW mit seiner Fabrik in Spartanburg im Bundesstaat South Carolina der größte Auto-Exporteur der USA sei.

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Ford zieht Pläne für Mexiko zurück

Trump war ähnlich auch schon gegen US-Hersteller wie Ford vorgegangen. Den US-amerikanischen Autohersteller hatte Trump über ein Jahr lang kritisiert, weil er ein neues Werk in Mexiko plant. Das Unternehmen kündigte Anfang Januar an, die Pläne für die Fabrik in Mexiko seien gestoppt - stattdessen würde Ford in eine bestehende Fertigungsstätte in Flat Rock im US-Bundesstaat Michigan investiert.

Ob Trump wirklich der Grund für den Sinneswandel gewesen ist, teilte das Unternehmen damals nicht mit.

Der künftige US-Präsident möchte die eigene Wirtschaft stärken, sein Wahlkampf-Slogan lautete "Amerika zuerst". Gerade die Produktion von US-Unternehmen im Ausland ist Trump ein Dorn im Auge.

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(sk)