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16/01/2017 17:34 CET

Wegen Wintereinbruch, Grippe und Fasching: Dramatischer Einbruch bei den Blutspenden

JanekWD via Getty Images
Vorbildlich: Eine weibliche Spenderin gibt Blut ab

  • Das Bayerische Rote Kreuz klagt über einen Rückgang der Blutspenden

  • Viele Liegen würden leer bleiben - zudem stehen auch erschwerte Bedingungen bevor: Wintereinbrüche, Grippewelle und die Faschingszeit

Der Blutspendedienst (BSD) des Bayerischen Roten Kreuzes registriert gleich zu Jahresbeginn zunehmend weniger Blutspenden. "Bis zu 15 Prozent weniger Blutspender kommen derzeit auf die Termine als geplant“, sagt Georg Götz, der Kaufmännische BSD-Geschäftsführer.

Doch schon bald könnten weitere erschwerte Bedingungen für die Blutspende in Bayern hinzukommen. Denn erfahrungsgemäß sind die ersten Monate im Jahr stets prädestiniert für eine Grippewelle. Darüber hinaus steht die Faschingszeit bevor, durch die weniger Blutspender zur guten Tat erscheinen.

Allein in Bayern 2.000 Blutkonserven pro Tag benötigt

Dadurch sei der Blutkonserven-Vorrat im BSD-Zentrallager geschrumpft. Bei anhaltendem Spendenrückgang könne sich die angespannte Lage weiter zuspitzen. Deshalb sei es wichtig, dass die Bevölkerung zeitnah mithilft, einem leeren Blutkonservenklager vorzubeugen.

Das Spendenaufkommen unterliege saisonalen, oft wetterabhängigen, Schwankungen. So sei das Ausmaß eines Konservenrückgangs für den BSD schwer absehbar. Etwa 2.000 Blutkonserven werden pro Tag allein in den bayerischen Kliniken gebraucht, um kranke und zum Teil schwerverletzte Menschen ausreichend medizinisch versorgen zu können.

Jeder Freiwillige, der helfen will, findet Termine in seiner Nähe unter www.blutspendedienst.com/termine. Weitere Informationen zur Blutspende gibt es auch bei der Spenderhotline unter 0800 11 949 11 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz).

(pb)