NACHRICHTEN
13/01/2017 03:40 CET | Aktualisiert 13/01/2017 08:40 CET

"Massive Probleme": Tief Egon bringt Schnee und Orkanböen

Tief "Egon" ist in Deutschland angekommen und hat mit starkem Sturm zu Verkehrsbehinderungen und Stromausfällen im Saarland geführt.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte in der Nacht vor Unwettern in mehreren Bundesländern. Von Westen soll der Sturm im Laufe der Nacht weiter über Deutschland ziehen und vielerorts starken Schneefall bringen. Zudem soll es in der Mitte und im Süden Orkanböen auf Berggipfeln und teils orkanartige Böen in tiefen Lagen geben.

Lesen Sie alle Entwicklungen zur Wetterlage in unserem News-Blog:

07:35 Uhr: Flüchtlingssiedlung schwer beschädigt

Über einer Containersiedlung für Flüchtlinge in Waghäusel im Kreis Karlsruhe hat ein Sturm am Freitagmorgen ein Dach abgedeckt. Die rund 150 Bewohner der Container mussten in ein Haus umziehen, teilte die Polizei mit. Starker Wind hatte das Dach oberhalb der Container beschädigt.

07:30 Uhr: Züge fahren nur langsam

Bahnreisende müssen wegen der angekündigten Schneeschauer mit längeren Fahrten im Fernverkehr rechnen. Die Bahn drosselte die Höchstgeschwindigkeit der ICE bis auf weiteres auf Tempo 200, wie das Unternehmen am Freitagmorgen bestätigte.

Seit Betriebsbeginn führen die Züge langsamer. Das soll Verspätungen und Ausfälle durch Schotter und Eisklumpen verhindern.

Auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken verlängere sich die Fahrtzeit um 10 bis 20 Minuten, hieß es. In der Regel fahren die ICE-Züge mit Spitzengeschwindigkeiten von 230 bis 300 Kilometern pro Stunde.

05:35 Uhr: Lastwagen stellt sich quer - A30 gesperrt

Die Autobahn 30 musste bei Rheine in Richtung Niederlande gesperrt werden, weil sich auf verschneiter Straße ein Lastwagen quergestellt hatte. Die Bergung werde voraussichtlich bis 9 Uhr am Freitagmorgen dauern, sagte ein Polizeisprecher in Duisburg. Verletzt wurde niemand.

05:30 Uhr: DWD erwartet bis zu 30 Zentimeter Schnee in Höhenlagen

Bis zu 30 Zentimeter Schnee innerhalb von sechs Stunden seien in Lagen von 400 bis 600 Metern möglich, erwartete Meteorologe Adrian Leyser vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Bis Freitagmittag sollte "Egon" dann in Richtung Polen weiterziehen. Das berichtet DPA.

Bei nassem Schnee und starkem Wind könnten erneut Stromleitungen und Bäume umknicken. "Das ist eine sehr gefährliche Kombination", sagte Leyser. Von Nordrhein-Westfalen bis ins nördliche Sachsen-Anhalt seien daher massive Verkehrsbehinderungen möglich.

In der Mitte, im Süden und an der Nordsee seien am Freitag Sturmböen möglich, die auf Bergen sogar Orkanstärke erreichen können. Dort erwartete der DWD Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde.

05:00 Uhr: Massive Störungen bei der Bahn

Die Deutsche Bahn schickt über Twitter eine Meldung über Streckensperrungen nach der anderen raus. Diese Strecken waren oder sind betroffen: Hannover - Bremen, Basel - Freiburg, Gießen - Frankfurt am Main sowie Aschaffenburg-Würzburg.

Bei den Strecken Darmstadt-Bensheim, Mannheim-Karlsruhe, Mannheim-Stuttgart sowie Koblenz - Mainz wurden die Sperrungen wieder aufgehoben.

Zuvor hatte Bahn bereits angekündigt, dass die ICE wegen des Unwetters mit gedrosselter Geschwindigkeit fahren werden.

Und so sieht es zurzeit in Niedersachsen aus:

03:40 Uhr: Kachelmann warnt vor Schnee und Glatteis

Kachelmannwetter.com warnt über Twitter vor Glätte und Schnee in den Regionen “Eifel, Bergisches Land, Sauerland bis Hessen”.

03:00 Uhr: 190.000 Haushalte in Frankreich ohne Strom

In Nordfrankreich hat der Wintersturm zu schweren Beeinträchtigungen der Bevölkerung geführt. Mindestens 190.000 Haushalte seien ohne Strom, berichtete der Radio-Nachrichtensender Franceinfo in der Nacht zum Freitag mit Verweis auf den Netzbetreiber Enedis.

Besonders betroffen seien die küstennahen Regionen Normandie und Picardie. Der Wetterdienst Météo-France hatte vor dem Sturm gewarnt - Böen könnten bis zu 140 Stundenkilometer erreichen.

Für fünf Départements nördlich von Paris gab Méteo-France eine besondere Starkwind-Warnung heraus - dies bedeutet, dass die Bürger möglichst zu Hause bleiben und sehr vorsichtig sein sollen.

02:31 Uhr: "Massive Probleme" im Saarland

Tief "Egon" ist in Deutschland angekommen und hat mit starkem Sturm zu Verkehrsbehinderungen und Stromausfällen im Saarland geführt. "Wir haben seit Mitternacht massive Probleme mit dem Sturm", sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Saarbrücken am frühen Freitagmorgen. Bäume seien auf Straßen und Leitungen gestürzt, erklärte er. Größere Unfälle habe es aber zunächst nicht gegeben.

Von Westen soll der Sturm im Laufe der Nacht weiter über Deutschland ziehen und vielerorts starken Schneefall bringen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor Unwettern in mehreren Bundesländern.

02:01 Uhr: DWD gibt Unwetterwarnungen der Stufe 3 aus

Um zwei Uhr hat der DWD seine Wetterwarnung für Deutschland aktualisiert: Amtliche Unwetterwarnungen der Stufe 3 gelten demnach für große Teile Niedersachsens, den Norden und Osten von Nordrhein-Westfalen und Teile von Nordhessen.

Vor allem in Südniedersachsen und im Großraum Hannover rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit Schneefall. "Das verstärkt sich dann bis zum Mittag immer mehr", sagte ein Meteorologe des DWD am Donnerstagabend. "Dann gibt es einige Stunden Pause und dann könnten nochmal bis zu fünf Zentimeter Schnee am Freitag fallen."

In Rheinland-Pfalz hielten sich die Sturmschäden zunächst in Grenzen. Ein Sprecher des dortigen Lagezentrums sprach gegen 2 Uhr lediglich von "vereinzelt umgestürzten Bäumen".

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