Ausschreitungen bei AfD-Veranstaltung in Magdeburg: Poggenburg muss Uni-Vortrag abbrechen

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  • AfD-Landeschef Poggenburg musste einen Auftritt an der Uni Magdeburg nach Protesten der Studenten abbrechen
  • Bei der Veranstaltung kam es zu Tumulten im Hörsaal

In Magdeburg ist es bei einem Treffen einer AfD-nahen Hochschulgruppe an der Otto-von-Guericke-Universität zu tumultartigen Szenen gekommen. Zu der Veranstaltung war Sachsen-Anhalts AfD-Landeschef André Poggenburg geladen gewesen. Sein Auftritt rief massive Proteste unter den Studenten hervor, die das Treffen zuerst mit einer Sitzblockade zu stören versuchte.

Ein junger Mann, laut MDR aus Antifa-Kreisen, soll Poggenburg dann mit einem Feuerwerkskörper beworfen haben. Die Situation eskalierte. Mindestens ein AfD-Anhänger soll bei Rangeleien mit offenbar linken Aktivisten am Auge verletzt worden sein.

Die AfD-Anhänger sowie Landeschef Poggenberg mussten schnell aus dem Hörsaal in einen Nebenraum geleitet werden, um weitere Ausschreitungen zu verhindern, berichtet die lokale Presse.

AfD-Anhänger verlasse Hörsaal unter Applaus

Ein Video zeigt, wie die AfD-Anhänger den Saal nach Eintreffen der Polizei unter hämischem Applaus der anwesenden Studenten und Uni-Bediensteten verlassen.

Poggenburg kritisierte das mangelnde Eingreifen der Uni gegenüber der "Volksstimme": "Das ist die linke Vereinnahmung der Uni." Dem MDR sagte Poggenburg: "Die Unis in Deutschland werden großenteils von der Antifa regiert."

Jan Wenzel-Schmidt, AfD-Landtagsabgeordneter und Chef der Jungen Alternative, kritisierte, die Universität habe "nicht für ausreichend Sicherheit gesorgt".

Mehrere AfD-Anhänger sollen Anzeige wegen Körperverletzung erstattet haben.

Neben Poggenburg hatte auch der Biologieprofessor Gerald Wolf bei der AfD-Veranstaltung einen Vortrag zum Unterschied zwischen Männern und Frauen halten sollen. Die Proteste der Studenten verhinderten auch diesen Auftritt.

(ca)

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