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Porno-Gate: Die wichtigsten Passagen im Skandal-Report über Donald Trump

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TRUMP
Ausschnitt aus dem Geheimdienst-Report über Trump | screenshot
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Insgesamt 17 Geheimberichte aus dem Zeitraum zwischen dem 20. Juni und dem 13. Dezember 2016 umfasst der 35-seitige Skandal-Report über Donald Trump und seine angeblichen Machenschaften und Eskapaden in Russland.

Der Sender CNN und das Nachrichtenportal "Buzzfeed" hatten gestern über diesen berichtet.

Das Nachrichtenportal "Buzzfeed" hat das Original-Dokument veröffentlicht. Hier sind die wichtigsten Passagen des Schreibens ins Deutsche übersetzt.

"Pinkelorgie" im Ritz-Carlton Hotel

Die explizitsten Stellen des Berichts drehen sich um Trumps angebliche Urin-Sexspiele in der Präsidenten-Suite des Ritz-Carlton Hotels in Moskau. Von ihnen berichtet eine dabei anwesende, nicht näher beschriebene Quelle.

Wörtlich heißt es im Geheimdienst-Schreiben:

"Eine lohnende Methode für sie (die russischen Geheimdienste, Anm. d. Red) war es, TRUMPS persönliche Obsessionen und sexuellen Perversionen auszunutzen, um an bloßstellendes Material über ihn zu gelangen. Nach Aussage der dabei anwesenden Quelle D beinhaltete TRUMPS (perverses) Verhalten die Buchung der Präsidenten-Suite des Ritz-Carlton Hotels, wo, wie er wusste, zuvor Präsident und Frau OBAMA (die er hasste) auf einem ihrer Trips nach Moskau übernachtet hatten. Er verunstaltete das Bett in dem sie schliefen, indem er eine Reihe an Prostituierten anwarb und sie anwies, eine „golden shower“-Show (Urinieren) für ihn zu veranstalten. Das Hotel war bekannt dafür unter FSB-Kontrolle zu stehen und durch Mikrofone und versteckte Überwachungskameras, die alles aufnehmen konnten was sie wollten, in allen Haupträumen überwacht zu sein".

Später in dem Report der US-Geheimdienste heißt es, dass ehemalige hochrangige russische Geheimdienst-Beamte behaupten würden, der FSB (Föderaler Dienst für Sicherheit der Russischen Föderation) habe "TRUMP durch seine Aktivitäten in Moskau hinreichend kompromittiert, um in der Lage zu sein, ihn zu erpressen".

Trumps "kompromittierende Beziehungen" zum Kreml

Der russische Geheimdienst FSB soll Donald Trump im Auftrag des Kremls schon seit Jahren bearbeitet und unterstützt haben. Es geht dabei um angebotene Immobiliendeals im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 und gegenseitigen Informationsaustausch.

Im Bericht heißt es:

"Das russische Regime hat TRUMP seit fünf Jahren hofiert, unterstützt und ihm assistiert. Das von PUTIN unterstützte Ziel ist es gewesen, Risse und Abspaltungen im westlichen Bündnis zu befördern. (...) Bisher hat TRUMP diverse Immobiliendeals abgelehnt, die ihm in Russland angeboten wurden, um den Einfluss des Kreml auf ihn auszuweiten. Allerdings haben er und sein innerer Kreis einen regelmäßigen Zustrom an Geheimdienst-Informationen aus dem Kreml angenommen - darunter Informationen über seine Demokratischen und weiteren politischen Rivalen."

Doch auch Trumps Wahlkampfteam habe wiederum Russland Informationen angeboten. In einem der veröffentlichten Reports wird ein vereinbarter Informationsaustausch in beide Richtungen beschrieben:

"Das Team von TRUMP nutzt Maulwürfe beim DNC und Hacker sowohl in den USA als auch in Russland. PUTIN von Angst vor und Hass auf CLINTON motiviert. Russland erhält von TRUMPS Team Informationen über russische Oligarchen und ihre Familien. (...) Der Mechanismus zum Austausch dieser geheimen Informationen beinhaltet 'Pensionszahlungen' an russische Emigranten in den USA über Konsulate in New York, (Washington) DC und Miami als Deckmantel."

Mögliche korrupte Deals mit China

Laut der Vermutung einer Quelle, die Donald Trump nahe stehen soll, sei das republikanische Wahlkampfteam glücklich, Russland als Schreckgespenst der Medien zu haben, "um noch ausgedehntere korrupte Geschäftsbeziehungen nach China und in andere Entwicklungsländern zu verbergen".

Weiter heißt es:

"Anders als in Russland waren diese (Deals mit China und weiteren Entwicklungsländern) umfangreich und beinhalteten Zahlungen von hohen Bestechungsgeldern und Provisionen, die, sollten sie publik werden, potentiell sehr schädlich für ihre (Trumps; die Redaktion) Kampagne sein könnten."

Weitere Sex-Parties in St. Petersburg?

Nach gescheiterten Versuchen auf dem russischen Immobilienmarkt in Moskau und St. Petersburg Fuß zu fassen, soll Donald Trump die Dienste von Prostituierten in Anspruch genommen haben. Im Bericht steht dazu:

"Zwei gut informierte Quellen in St. Petersburg behaupten, dass der republikanische Kandidat TRUMP vor Ort Bestechungsgelder gezahlt und an sexuellen Aktivitäten teilgenommen hat. Zentrale Zeugen seien aber zum Schweigen gebracht worden, und Beweise seien schwer zu bekommen. (...) Beide glauben, dass der azerbaidschanische Geschäftspartner von TRUMP, Aras AGALAROV, die Details kenne."

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