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11/01/2017 17:05 CET | Aktualisiert 11/01/2017 22:54 CET

So irre verlief Trumps erste Pressekonferenz seit 6 Monaten

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Donald Trump lud zu seiner erste Pressekonferenz seit Monaten ein

  • Der künftige US-Präsident hat am Mittwoch seine erste Pressekonferenz seit Monaten abgehalten

  • Dabei feierte Donald Trump sich selbst

  • Abseits davon kam es zu Protesten

Der künftige US-Präsident Donald Trump steht im Zentrum massiver, aber unbewiesener Vorwürfe, die von russischen Geheimdiensten stammen sollen.

Sowohl Trump als auch Moskau dementierten die Vorwürfe am Mittwoch. Die Informationen legen nahe, dass russische Dienste versucht haben, Trump erpressbar zu machen.

Aber was ist an den Vorwürfen dran? Donald Trump gab am Mittwoch ab 17.15 Uhr deutscher Zeit seine erste Pressekonferenz seit Monaten.

Das Wichtigste im News-Blog:

22:29 Uhr: Wall Street von Trump enttäuscht

Die mit hohen Erwartungen verbundene Pressekonferenz enttäuschte die Anleger. Die Investoren vermissten Details über den künftigen Kurs des Republikaners in puncto Konjunkturpakete und Freihandelsabkommen, sagten Börsianer. Hoffnungen auf entsprechende wirtschaftliche Impulse hatten die Aktienmärkte in den letzten Wochen angetrieben.

20:32 Uhr: Kein roter Faden, halbes Dutzend Themen ohne Zusammenhang

Kommentar der "Mitteldeutsche Zeitung" zur Rede: "Für mehr als 140 Twitter-Zeichen reicht offenbar Trumps Konzentration nicht. Seine Rede enthielt keinen roten Faden, binnen Minuten redete er über ein halbes Dutzend unzusammenhängender Themen - von seinen Geschäften bis zu Musikbands, die zur Amtseinführung spielen."

19:55 Uhr: Trump beteuert: Ziehe mich komplett aus Geschäften zurück

Die Geschäfte der Trump Organisation mit mehreren Hundert Einzelfirmen sollen Trumps Söhne Eric und Donald jr. sowie ein langjähriger Manager der Unternehmensgruppe treuhänderisch führen.

Trump selbst werde auf die Geschäfte während seiner Zeit im Weißen Haus weder Einfluss nehmen noch darüber informiert werden. Er verwies darauf, dass er als Präsident rechtlich frei sei, nebenher Geschäfte zu betreiben, dies aber nicht wolle, um Konflikte zu vermeiden. "Ich mache das, obwohl ich es eigentlich nicht müsste."

18:47 Uhr: Alles Fake-News = Autokrat

Der Politikwissenschaftler Ulrich Speck erkennt in Trump Züge eines Autokraten. Nach der Pressekonferenz twitterte Speck: "Trumps Definition von "Fake-News": Alles was er nicht lesen mag. Das ist die Attitüde eines Autokraten."

18:39 Uhr: Trump will Programm zum Schutz vor Hackingangriffen vorlegen

Donald Trump will binnen 90 Tagen nach Amtsantritt ein Programm vorlegen, wie die USA künftig vor Hackingangriffen geschützt werden sollen. "Jeder hackt uns", sagte er - "Russland, China, alle".

18:20 Uhr: Proteste vor dem Trump Tower

Vor dem New Yorker Trump Tower ist es während der Pressekonferenz des künftigen US-Präsidenten Donald Trump zu Protesten gekommen. Mehrere Grüppchen von Demonstranten versammelten sich am Mittwoch vor dem Hochhaus in Manhattan, in dem die Pressekonferenz stattfand, und riefen teils lautstark Anti-Trump-Slogans.

Zudem hielten sie Plakate in die Höhe, auf denen unter anderem "Schmeißt Trump in die Tonne" stand. Unter die Dutzenden Demonstranten, Schaulustigen und Journalisten auf der noblen Fifth Avenue waren auch einzelne Trump-Befürworter. Die Polizei hatte den Bereich um den Eingang des Wolkenkratzers allerdings weiträumig abgesperrt und ließ Proteste nur auf der anderen Straßenseite zu.

18:19 Uhr: Trump beendet die Pressekonferenz

Unser erstes Fazit: Es war ziemlich Rock 'n' Roll.

18:18 Uhr: Trump will acht Jahre Präsident bleiben

Er übergibt die Führung seines Unternehmens seinen Söhnen. "Nach acht Jahren, werde ich ins Unternehmen zurückkommen."

18:16 Uhr: Räusper...

18:11 Uhr: Tumulte im Saal

Die Reporter streiten sich um jede Frage. Nur: Von gewissen Reportern will Trump keine Fragen beantworten. Er pflaumt sie an: "Ihr seid Fake News". Werdet nicht "rüde" wirft er Reportern entgegen, die in den Saal rufen. "Werdet nicht rüde."

Twitter-Nutzer machen sich über den Vorfall schon lustig.

18:05 Uhr: "ES IST KEIN ZAUN, SONDERN EINE MAUER"

Eine Reporterin fragt Trump, wie das nun mit dem Zaun zu Mexiko ist. Trump findet die Wortwahl gar nicht witzig:

18:00 Uhr: Trump feiert sich selbst

Eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP fasst die Pressekonferenz mit diesen Worten zusammen:

17:51 Uhr: Seit Minuten redet Trumps Anwältin für Steuerangelegenheiten

Sie erklärt, wie Trump verhindern will, dass es Interessenkonflikte gibt und wie seine Unternehmen künftig aufgestellt werden sollen.

Er werde seine beiden Söhne Eric und Donald Jr. seine Firmen führen lassen, sagte Trump. "Ich mache das, obwohl ich es eigentlich nicht müsste."

Sein Firmenimperium werde eine Struktur haben, die ihn komplett vom Management enthebe. Seine Anwältin sagte in der Pressekonferenz, die Amerikaner könnten sicher sein, dass Trump als Präsident eine Kollision mit seinen Interessen als Immobilienunternehmer vermeiden werde.

17:45 Uhr: Trump glaubt, dass es Hackerangriffe aus Russland gab

Eine Überraschung gab es schon auf der Pressekonferenz: Der künftige US-Präsident Donald Trump sieht Russland hinter den Hackingangriffen während des Präsidentschaftswahlkampfes. "Es war Russland", sagte Trump am Mittwoch auf eine entsprechende Frage eines Reporters. Er sei aber auch der Meinung, dass es noch von anderen Ländern Hackerangriffe auf die USA gegeben habe.

Trump hatte bislang Zweifel an der Einschätzung der amerikanischen Geheimdienste geäußert, wonach Russland hinter den Angriffen auf Computer der Demokraten stand. Die Geheimdienste werfen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, sich damit in den Wahlkampf eingemischt zu haben, und die Wahl von Trump favorisiert zu haben.

Trump hatte sich in den vergangenen Wochen für ein besseres Verhältnis zu Russland ausgesprochen. "Wir werden sehen, was ich für ein Verhältnis zu Russland haben werde", sagte Trump am Mittwoch. Es sei nicht sicher, wie das aussehen werde. Er hoffe, dass er mit Putin auskommen werde. "Ich hoffe, ich komme mit Putin klar. Kann gut sein, dass nicht."

17:39 Uhr: Trump nennt sich "germaphob"

Hat sich Trump auf der Pressekonferenz etwa als "germanophob", also "deutschfeindlich" bezeichnet? Nach seinen Nazianspielungen zuletzt hätte man das glatt glauben können.

Nein, er meinte "germaphob", also jemand, der Angst vor Keimen hat.

17:37 Uhr: Trump will keine Geschäfte in Russland machen

Trump verneint, dass er Kontakte nach Russland hat - vor allem keine geschäftlichen Kontakte und keine Kredite. "Ich will auch gar keine Geschäfte in Russland machen", sagte Trump.

17:32 Uhr: Trump äußert sich zu den Geheimdienstberichten

Zu den Veröffentlichungen des Geheimdienstreports sagt Trump: "Das ist eine Schande - es ist alles falsch, es ist nie passiert. Die Informationen wurden von unseren Gegner zusammengestellt. Es sind kranke Menschen, die diesen Müll zusammengestellt haben. Jemand, der bei dem Treffen dabei war, hat es an die Öffentlichkeit gegeben."

17:29 Uhr: Die Märkte reagieren auf die Trump-Äußerungen umgehend

17:23 Uhr: Trump kündigt einen Wirtschaftsaufschwung an

Trump startet selbstbewusst... "Ich werde der größte Jobmotor sein, den Gott je erschaffen hat."

Seine Wähler nannte er eine "Bewegung, die die Welt noch nicht gesehen hat".

17:21 Uhr: Trump tritt ans Mikro

Trump macht den Geheimdiensten schwere Vorwürfe. Sie hätten die Informationen nie veröffentlichen dürfen.

17:17 Uhr: Sprecher greifen Presse an

Ein Sprecher von Trump macht Buzzfeed schwere Vorwürfe. Die Veröffentlichung sei völlig unverantwortlich und eine Schande, sagt der Sprecher.

17:12 Uhr: Die Themen der Pressekonferenz

Donald Trump verspätet sich. Eigentlich sollte die Pressekonferenz um 17 Uhr deutsche Zeit starten. Die möglichen Themen der Pressekonferenz:

Die Enthüllungen der US-Geheimdienste über die Kontakte von Trump-Mitarbeitern nach Russland. Und die Vorwürfe, dass er Prostituierte dafür bezahlt hat, ein Bett zu beschmutzen, in dem Obama geschlafen hat.

Mehr zum Thema: Das müsst ihr über Trumps angebliche Sex-Enthüllungen wissen

Außerdem wird es darum gehen, wie Trump seine Geschäfte und das Präsidentenamt trennen will.

17:06 Uhr: Interesse an der PK ist riesig

Reporter aus der ganzen Welt sind in dem Raum im Trump Tower in New York versammelt.

(Mit Material der dpa)

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