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17 Europa-Politiker warnen Trump: Deals mit Putin könnten Krieg bedeuten

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17 Europa-Politiker aus Ost- und West-Europa haben den designierten Präsidenten der USA, Donald Trump, eindringlich davor gewarnt, enge Beziehungen mit Wladimir Putins Russland aufzunehmen.

"Ein Deal mit Putin wird keinen Frieden bringen. Im Gegenteil, es macht einen Krieg wahrscheinlicher", warnen die ehemaligen und aktiven Politiker in einem offenen Brief.

Warnung an Trump, Putin als Alliierten der USA zu betrachten

Zu den Unterzeichnern des Briefes gehört unter anderen der bulgarische Präsident Rossen Plewneliew. Doch auch frühere Politikgrößen, wie der ehemalige estnische Präsident Toomas Hendrik Ilves oder der ehemalige schwedische Außenminister Carl Bildt, haben ihn unterschrieben.

Sie warnen Trump davor, Putin als Alliierten der USA zu betrachten. Er sei auch kein vertrauenswürdiger internationaler Partner.

Schon George W. Bush und Barack Obama hätten den Fehler begangen, Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten führen zu wollen - "ein großer Fehler: Putin behandelte ihre guten Intentionen als Chancen."

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Appell an die Stärkung des NATO-Bündnisses

Die unterzeichnenden Politiker stammen vor allem aus Russlands Nachbarschaft. Deshalb rufen sie Trump dazu auf, die gemeinsamen Interessen der USA und seiner Verbündeten zu verteidigen. Sie befürchten Übergriffe Putins, sollte er das NATO-Verteidigungsbündnis als geschwächt ansehen.

"Er wird nicht nur militärische Einschüchterung nutzen, sondern Cyber-Attacken, energie-wirtschaftlichen Druck, Spionage, psychologische Kriegsführung, gezielte Desinformation und Bestechung. Als Nachbarn Putins kennen wir diese Techniken sehr gut."

Der Brief der 17 Europa-Politiker endet mit einer klaren Botschaft an den zukünftigen Präsidenten der USA: "Gemeinsam sind wir der kränklichen Kleptokratie Russlands mehr als gewachsen. Gespalten sind wir, wie wir in den letzten Jahren all zu klar gesehen haben, alle in Gefahr."

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