Trump reagiert auf Meryl Streeps Golden Globe Rede - und zwar anders als erwartet

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Schauspielerin Meryl Streep hat bei den Golden Globes in Hollywood eine engagierte Rede gegen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump gehalten (Video oben).

Natürlich ließ die Reaktion Trumps nicht lange auf sich warten.

Überraschend: Die Antwort kam nicht zuerst über sein liebstes Sprachrohr Twitter, sondern über die "New York Times", der er ein kurzes Telefon-Interview gab. Und, noch überraschender: Der bald mächtigste Mann der Welt regierte für seine Verhältnisse fast schon ungewöhnlich zurückhaltend.

Er sei nicht überrascht, dass "liberale Film-Menschen" in attackierten. Gesehen habe er Streeps Rede nicht, bezeichnete die Schauspielerin aber gegenüber der "Times" aber als "Hillary Lover".

"Ich hab mich nie über die Behinderung lustig gemacht"

"Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle", hatte Streep am Sonntag unter Tränen bei der Entgegennahme des Cecil B. Demille Preises für ihr Lebenswerk gesagt. Die 67-Jährige spielte auch auf einen Vorfall an, bei dem Trump sich über einen behinderten Reporter der "Times" lustig gemacht hatte - Trump erwähnte sie jedoch mit keinem Wort.

Der Immobilen-Magnat verteidigte sich in dem Gespräch am Montagmorgen dafür. Er habe sich nie über die Behinderung des Journalisten lustig gemacht, sagte Trump.

"Alle Boutiquen in Washington ausverkauft"

Obwohl Trump sich nicht überrascht von den Reaktionen der "liberalen" Schauspieler auf seine Wahl zeigte, gibt er sich sicher, dass zahlreiche Prominente zu seiner Vereidigung am 20. Januar kommen werden.

"Wir werden eine unglaubliche, vielleicht rekordverdächtige Vereidigung erleben und es werden viele Stars aus Film und Fernsehen da sein", sagte Trump. In Washington seien bereits alle Boutiquen ausverkauft. " Es ist schwer, ein großartiges Kleid für diese Vereidigung zu finden."

Nach dem Interview mit der Times legte der kommende Präsident auf Twitter aber doch noch nach. Er schrieb:

"Meryl Streep, eine der überschätztesten Schauspielerinnen Hollywoods, kennt mich nicht einmal, aber hat mich trotzdem attackiert. Sie ist eine Lakaiin von Hillary, die groß verloren hat. Zum hundertsten Mal: ich habe mich nie über einen behinderten Reporter lustig gemacht (und ich würde das auch nie tun).

Und weiter: "Ich habe ihn nur "kriechend" dargestellt, als er eine 16 Jahre alte Geschichte völlig anders dargestellt hat, nur um mich schlecht aussehen zu lassen. Wieder ein Fall von unehrlichen Medien!"

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(cho)