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SPD-Kanzlerkandidat: Gabriel tritt laut Medienbericht gegen Merkel an

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SIGMAR GABRIEL
Sigmar Gabriel, Vize-Kanzler und Wirtschaftsminister | ODD ANDERSEN via Getty Images
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SPD-Chef Sigmar Gabriel ist der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten. Das berichtet "Bild".

Zwar will er erst Ende Januar offiziell sagen, ob er als Kandidat gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) antritt, doch intern sei laut "Bild" längst alles entschieden.

Vielfach wird Gabriels' Omnipräsenz in den letzten Wochen als zusätzliches Indiz dafür gedeutet, dass der 57-Jährige spätestens am 29. Januar als SPD-Kanzlerkandidat und Herausforderer von Merkel (CDU) auf der Bühne steht. Gabriel bespielt gerade alle Kanäle.

Seit Jahresbeginn vergeht kaum ein Tag, an dem sich der SPD-Vorsitzende nicht im Fernsehen oder in den Zeitungen zur Sicherheitslage nach dem Berliner Terroranschlag äußert.

Aus für Schulz?

"Spiegel-Online" geht davon aus, dass der Parteichef am Dienstag in Düsseldorf seine Kanzlerkandidatur erklären wird. "Obwohl natürlich auch hier wieder gilt: Echte Gabriel-Überraschungen sind nicht unmöglich."

Am Dienstag kommt die engere Parteiführung (Gabriel, Thomas Oppermann, Hannelore Kraft, Olaf Scholz sowie weitere Parteivizes) zusammen, um über das Wahljahr mit der richtungsweisenden Entscheidung im Mai in Nordrhein-Westfalen und dann im Herbst im Bund zu beraten.

Der lange Zeit als aussichtsreichste Gabriel-Alternative gehandelte Martin Schulz ist beim Treffen nicht dabei. Er reist als Noch-EU-Parlamentspräsident zur Beerdigung des früheren portugiesischen Präsidenten Soares nach Lissabon.

Erst am Montag zeigte eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid, dass die SPD auf Schulz als Kanzlerkandidaten gegen Merkel setzen müsste.

(Mit Material der dpa)