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05/01/2017 20:17 CET | Aktualisiert 06/01/2017 08:17 CET

Diese Staatsoberhäupter lässt Putin am längsten warten

DMITRY ASTAKHOV via Getty Images
Der russische Präsident Wladimir Putin entspannt auf einer Parkbank - zusammen mit Premierminister Dmitri Medwedew

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel wollte mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin über die Ukraine-Krise reden. Das war Mitte Oktober 2014, der Konflikt auf einer Hochphase. Doch Putin ließ Merkel warten - über vier Stunden lang.

Ein Rekord, wie eine nun veröffentlichte Auflistung zeigt, aber keine Ausnahme. Denn Putin ist seit 2003 zu offiziellen Treffen aller Art zu spät gekommen:

Infografik: Putin lässt andere Staatsoberhäupter gern warten | Statista

Dabei macht der russische Präsident keine Unterscheidung, ob es sich bei den Wartenden um Staatsführer, Könige oder gleich die UN-Generalversammlung handelt.

Da die Liste alles andere als vollständig sein dürfte, kann auch nur über bestimmte Prioritäten gemutmaßt werden. Augenscheinlich ist, dass Putin bei Royals die Uhr eher im Blick hat als bei Merkel und Co. So wartete Königin Elisabeth II. nur 14 Minuten auf Putin, der spanische König nur sechs Minuten länger. Selbst der Papst musste sich fast eine Stunde gedulden, ehe sein russischer Gast endlich wie erwartet kam .

Putin pflegt einen "unberechenbaren, oftmals theatralischen, diplomatischen Stil"

Dem russischen Staatschef wurde schon des Öfteren unterstellt, seine Gäste bewusst warten zu lassen, um so seine Macht zu demonstrieren. Gründe für das Zuspätkommen werden fast nie genannt oder pauschal abgeklärt. Aus Putins Umfeld heißt es, er würde sich eben besonders akribisch auf seine Termine vorbereiten.

Die "New York Times" urteilte nach dem Vorfall zwischen Merkel und Putin: Der Auftritt des russischen Präsidenten "war nur der letzte Beweis für einen unberechenbaren, oftmals theatralischen, diplomatischen Stil", den er einsetze, "um seine Konkurrenten aus dem Gleichgewicht zu bringen".

Merkel war dabei die Leitragende gewesen, sie musste bis spät in die Nacht warten. Der Grund: Putin verweilte lieber länger in Belgrad, um dort einer Militärparade beizuwohnen.

Der Mann setzt eben Prioritäten.

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(bp)