AfD-Politiker wegen versuchter Vergewaltigung angezeigt - Staatsanwalt ist eingeschaltet

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AfD-Politiker im Landtags von Sachsen-Anhalt. Ganz rechts Matthias Büttner | dpa
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Gegen den AfD-Politiker Matthias Büttner ist Anzeige wegen versuchter Vergewaltigung gestellt worden.

Das berichten die Lokalzeitungen "Volksstimme" und die "Mitteldeutsche Zeitung" übereinstimmend. Büttner ist AfD-Landtagsabgeordneter in Sachsen-Anhalt.

Der Vorwurf einer Mitarbeiterin von Büttner: Der AfD-Politiker soll bei einem Parteitreffen in Erfurt für sich und die Mitarbeiterin ein Doppelzimmer in einem Hotel gebucht haben. Dort soll er dann versucht haben, "gegen den Willen der Frau sexuelle Handlungen vorzunehmen", wie die "Volksstimme" schreibt. Büttner lebt laut Informationen der "Volksstimme" in einer festen Beziehung.

Büttner bestreitet die Tat gegenüber der "Mitteldeutschen Zeitung".

Mitarbeiterin wurde am 21. Dezember entlassen

Die Referentin für Wirtschaftspolitik wurde am 21. Dezember von Büttner entlassen.

Die Polizei bestätigte gegenüber Journalisten der "Volksstimme", dass gegen den Politiker seit dem 21. Dezember eine Anzeige wegen versuchter Vergewaltigung beziehungsweise sexueller Nötigung vorliegt.

Der Fall soll in den kommenden Tagen der Staatsanwaltschaft Magdeburg übergeben werden.

Poggenburg: "Bisher gilt die Unschuldsvermutung"

Der AfD-Fraktionsvorsitzende in Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, sagt zu dem Vorfall: "Es gilt die Unschuldsvermutung für Herrn Büttner. Ich unterstütze die Wahrheitsfindung, kann mir aber nicht vorstellen, dass es zu einem solchen Vorfall gekommen sein soll."

Büttner, eigentlich Immobilienunternehmer, hatte bis vor kurzem die Position des ersten Vize-Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion inne. Er legte sie nieder, um im kommenden Jahr für den Bundestagswahlkampf zu kandidieren, wie die "Mitteldeutsche Zeitung" schreibt.

Auf eine Anfrage der Huffington Post hat Büttner sich bisher nicht geäußert.

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(cho)

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