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15/12/2016 12:44 CET | Aktualisiert 15/12/2016 12:57 CET

CSU-Politiker Söder: "Unsere Frauen und Töchter bekommen zunehmend Angst vor Übergriffen"

Der furchtbare Mord an der Freiburger Studenten Maria L. bewegt weiter Deutschland.

Und auch die Politik reagiert inzwischen auf die Diskussion über den Zusammenhang zwischen Einwanderung und Gewalt.

Drastische Worte findet jetzt der CSU-Heimat- und Finanzminister Markus Söder.

Er sagte der "Welt" in einem Interview: "Unsere Frauen und Töchter bekommen zunehmend Angst vor sexuellen Übergriffen."

Kriminalität nicht gestiegen

"Der Staat muss deutlich entschlossener handeln als in der Vergangenheit", fordert Söder. "Wir haben im vergangenen Jahr die Kontrolle über unsere Grenzen verloren. Jetzt beginnen wir die Kontrolle über Straßen und Plätze zu verlieren.“

"Wenn sich Bürger nicht mehr trauen, Stadtteile zu besuchen, dann verliert der Staat seine Autorität."

Söder rief seine Partei auf, für den "Heimatschutz" zu kämpfen. Der Staat müsse wehrhafter werden. Er sagt, er sei "empört über die Entwicklung im Land".

Die Zahlen zeigen das allerdings nicht. Die Kriminalität in Deutschland ist in Folge der Flüchtlingskrise nicht überproportional gestiegen, wie Zahlen zeigen.

Heizt Söder eine ohnehin hitzige Debatte an?

Söder bezieht sich eher auf ein gestiegenes Gefühl der Unsicherheit.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Heizt Söder mit solchen Aussprüchen diese Angst und das Gefühl der Unsicherheit nicht noch an?

Soviel ist sicher: Die Worte Söders werden die Diskussion um Gewalt durch Flüchtlinge nicht beruhigen.

(Die Hintergründe zum Fall Maria L. seht ihr im Video oben)

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