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Udo Jürgens und sein Manager führten "eine Art Ehe"

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Wie Pech und Schwefel: Udo Jürgens (r.) und Freddy Burger

Bald zwei Jahre nach seinem Tod, erinnern sich nicht nur seine Fans noch gern an Schlager-Star Udo Jürgens (1934-2014) zurück, auch sein Manager Freddy Burger, der 40 Jahre lang eng mit ihm zusammen arbeitete, vermisst ihn noch immer: "Udo und ich führten eine Art Ehe - nur dass wir von Tisch und Bett getrennt lebten", sagte er nun in einem Interview mit "Blick.ch".

Sie hätten zusammen unglaubliche Höhenflüge erlebt, gezweifelt, gestritten, sich versöhnt und immer wieder Grundsatzdiskussionen geführt. "Ganz wie in einer normalen Ehe. Er war mein Freund und Partner. Ich vermisse ihn ganz einfach, weil er mein Leben während beinahe 40 Jahren geprägt, inspiriert und bereichert hat", so Burger.

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Unerfüllte Zukunftspläne

Der Tod des Künstlers kam nicht nur für die Fans überraschend. "Er wollte nicht aufhören und hat immer wieder betont, dass er nicht auf der Ofenbank die Katze kraulen möchte", erinnert sich Burger. Und weiter: "Wenn man bedenkt, dass Udo auch als Buchautor oder mit seinem Musical äußerst erfolgreich war, kann man sich in etwa vorstellen, was noch alles möglich gewesen wäre." Zwar hätten sie bereits geplant, in Anbetracht seines Alters bei den Tourneen etwas kürzer zu treten. "Aber er wollte auf der Bühne stehen, solange ihn die Menschen noch sehen wollten."

Und was würde Udo Jürgens heute machen? "Er würde seine aktuelle CD-Collection 'Merci, Udo!', die zu seinen Ehren als Liebhaberstück auch auf Vinyl gepresst wird, persönlich vorstellen. Das ließe er sich nicht nehmen", meint sein langjähriger Vertrauter.