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Dieses Ritual hat dieselbe Wirkung wie Heroin - Milliarden Menschen vollziehen es täglich

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  • Die Universität Utah hat eine Studie mit 19 Mormonen durchgeführt
  • Die Wirkung religiöser Aktivitäten soll ähnlich sein wie die Einnahme von Drogen
  • Religiöse und spirituelle Einflüsse beeinflussen unser Sozialverhalten besonders stark
  • Eine Zusammenfassung seht ihr im Video oben

Forscher an der Universität Utah haben in einer Studie herausgefunden, dass religiöse Gedanken und Gefühle ähnliche Wirkungen in unserem Gehirn hervorrufen, wie die Einnahme von Drogen. Das berichtete die britische Nachrichtenseite "Independent".

Dazu untersuchte das Forscherteam die Gehirnaktivität von insgesamt 19 jungen Mormonen bei verschiedenen Aktivitäten mit einem MRT. Zu den Aktivitäten gehörten Beten, Ausruhen, in der Kirche einem Finanzreport zuhören, Zitate von nicht-mormonischen Religiösen lesen und in der Bibel lesen.

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Dabei wurden besonders junge Mormonen ausgewählt, die gerade ein bis zwei Jahre Missionsarbeit für die Mormonen geleistet hatten.

Der Schlüssel liegt im "Nucleus accumbens"

Während der verschiedenen Aktivitäten wurden die Teilnehmer aufgefordert, einen Knopf zu drücken, wenn sie den religiösen Geist spürten. Die Auswertung ergab, dass in den Momenten, wenn die Teilnehmer eben jenen Knopf drückten, die immer gleichen Bereiche des Gehirns aktiviert waren.

nucleus accumbens
Religiöse Gedanken und Gefühle aktivieren den "nucleus accumbens"

Es handelt sich dabei um die Regionen des Gehirns, welche auch beim Hören von Musik, bei verliebten Teilnehmern und bei künstlichen Drogen erkennbar waren. Dieser Bereich nennt sich "Nucleus accumbens".

Dieser steuert das Belohnungssystem des Gehirns und ist stark an der Entstehung von Sucht beteiligt. Der Nucleus accumbens schüttet auch das Hormon Dopamin aus, welches im Volksmund auch als "Glückshormon" bekannt ist.

Die religiöse Neurowissenschaft - ein kaum erforschtes Feld

Der Leiter der Studie, der Neuroradiologe Jeffrey Anderson geht davon aus, dass spirituelle und religiöse Erfahrungen stark an diesen Teil des Gehirns gebunden sind. Das berichtete der amerikanische Nachrichtensender CNN.

"Jedoch ist die religiöse Neurowissenschaft noch ein sehr neues Forschungsgebiet und es gibt nur sehr wenige Studien. Nichtsdestotrotz fällen Menschen auf der ganzen Welt jeden Tag religiös motivierte Entscheidungen und es ist einer der stärksten Einflüsse auf unser soziales Verhalten", so Jeffrey.

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(mf)