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Neue Umfrage zeigt: Die AfD ist nicht die Partei der Abgehängten

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Neue Umfrage zeigt: Die AfD ist nicht die Partei der Abgehängten | Axel Schmidt / Reuters
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Die Alternative für Deutschland (AfD) gilt als Sammelbecken für die Abgehängten der Gesellschaft und die Verlierer der Globalisierung. Laut einer Forsa-Umfrage, die der Wochenzeitung "Zeit" vorliegt, ist dies aber mitnichten der Fall.

Zwar eint die AfD-Anhänger eine pessimistische Wirtschaftserwartung, doch sind ihre Anhänger keinesfalls besonders arm. Nur 28 Prozent von ihnen haben ein Haushaltsnettoeinkommen von unter 2000 Euro, das ist ein geringerer Anteil als bei SPD (32 Prozent) und Linkspartei (37 Prozent).

Vielmehr liegt die AfD hier etwa gleichauf mit der Union. 27 Prozent deren Anhänger haben ein Haushaltsnettoeinkommen von unter 2000 Euro. Die Schlechterverdiener der Gesellschaft finden sich hingegen stark unter den Nichtwählern. Hier haben 45 Prozent der Menschen ein Haushaltsnettoeinkommen von unter 2000 Euro.

Der ehemalige Generaldirektor der Welthandelsorganisation Pascal Lamy sieht Deutschland als Beispiel dafür, wie man gut mit den Verwerfungen des weltweiten Handels umgehen kann.

"Ich mag die deutsche Art, mit Globalisierung umzugehen“, sagt er der "Zeit". "Ich finde es besser, wenn Leute eine Arbeit haben, als wenn sie keine haben.“ Die Hilfen für sozial Schwache seien seiner Meinung nach aber zu stark abgesenkt worden.