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"Dir droht das Höllenfeuer": Salafisten verschicken wahllos Droh-SMS

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SALAFISTEN
Bei Nicht-Konvertierung Höllenfeuer - Salafisten verschicken wahllos Droh-SMS | dpa
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  • Die radikal-islamische Organisation "Die wahre Religion" verschickt wahllos Droh-SMS
  • Darin wird der Empfänger dazu aufgefordert, zum Islam zu konvertieren
  • Die Verbraucherzentrale Bremen warnt davor, in der SMS angehängte Links anzuklicken

Terror per SMS: Die radikal-islamistische Organisation “Die wahre Religion” hat offenbar einen neuen Weg gefunden, sich Gehör zu verschaffen.

Im November erst hatte der Bundesinnenminister Thomas de Maizière die salafistische Vereinigung verboten. Diese war vor allem für ihre Aktion “Lies” bekannt, bei der sie kostenlose Korane in deutschen Großstädten verteilte.

Nun verlegen sich die Salafisten auf ein neues Medium. So erhielten nichtsahnende Bürger plötzlich die beunruhigende Kurznachricht mit folgendem Inhalt:

“Bei Nicht-Konvertierung zum Islam droht dir das Höllenfeuer.” Darauf folgt die Aufforderung: “Wenn du eine Koranübersetzung möchtest, folge dem Link.”

Link führt zur Website der Salafisten-Organisation

Bei den Empfängern löst diese Nachricht Angst und Verunsicherung aus. Ist die SMS eine ernstzunehmende Drohung oder nur eine religiöse Werbestrategie?

Der Verbraucherzentrale Bremen zufolge führt der in der SMS angegebene Link direkt zur Website der Salafisten-Organisation. Diese ist allerdings laut der “Welt” seit dem heutigen Mittwoch nicht mehr erreichbar.

Welches Motiv hinter den Droh-SMS steckt, kann daher nicht geklärt werden. Jedoch ist sicher: Das Verschicken von Werbe-SMS ohne Erlaubnis des Empfängers ist gesetzlich verboten.

Doch abgesehen davon beunruhigt vor allem der angsterregende Tonfall, der angeschlagen wird.

Verbraucherzentrale warnt davor, Link anzuklicken

“Selbst mich hat die bedrohlich klingende SMS im ersten Moment sehr irritiert,” sagte Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen.

Sie rät: Keinesfalls auf den Link klicken. Denn die Intention des Absenders könnte sein, an die Handydaten des Empfängers zu gelangen. Diese werden automatisch gesendet, wenn der Verbraucher den Anweisungen einer Werbe-SMS folgt.

Besser sei es, die Telefonnummer der Bundesnetzagentur zu melden und sich nicht weiter zu beunruhigen.

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(lp)