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"Schariapolizei": Professor entgleist verbal auf Twitter - jetzt schreitet die Uni ein

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BURKA
Die Äußerung eines Universitäts-Professors über den Islam sorgte für Aufruhr im Netz | Massimo Pizzotti via Getty Images
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  • Ein Tweet von Professor Ulrich van Suntum sorgte im Internet für Aufruhr
  • Van Suntum unterrichtet an der Universität Münster
  • Der Professor ist Mitglied der Partei Alfa

Ein Tweet des Universitäts-Professors Ulrich van Suntum hat an der Universität Münster für Aufruhr gesorgt. Das berichten die "Westfälischen Nachrichten". Neben seiner Professur ist van Suntum Landesvorsitzender der Partei "Alfa".

Am 22. November twitterte er auf seinem Acoount "@Pietbull47": "Heute: 88-jährige wg. Holocaustleugnen: 2,5 Jahre Haft. Fünf "Schariapolizisten": Freispruch. Droht demnächst Knast für Prophetenbeleidigung?"

Kritische Reaktionen - vor allem in den eigenen Reihen

Mit dieser Aussage erntete der Professor harsche Kritik - auch aus den eigenen Reihen. Besonders kritisch äußerte sich beispielsweise die Fachschaft Politikwissenschaften.

"Die Prognose einer Strafbarkeit für Prophetenbeleidigung ist polemisch und abwegig. Dies in einen Zusammenhang mit der Verurteilung einer Holocaustleugnerin zu stellen, ist in unseren Augen unerträglich", äußerte sie die Fachschaft in einer Stellungnahme.

Auch das Rektorat der Universität Münster distanzierte sich von der Aussage seines Mitarbeiters. Universitäts-Sprecher Norbert Robers kündigte an, die Äußerungen des Professors seien bereits diskutiert worden und würden zeitnah intern weiter verfolgt werden.

Van Suntum steht zu seinen Aussagen

Auf Nachfrage der "Westfälischen Nachrichten" verteidigte van Suntum seine Aussagen: "Nicht nur ich halte den Freispruch von Leuten, die offen für die Scharia in Deutschland eintreten und sich sogar polizeiliche Durchsetzungsgewalt dafür anmaßen, für falsch."

Er sei aber ebenso der Meinung, dass die Leugnung des Holocausts "idiotisch" sei und auch zu Recht strafbewehrt. Dass eine 88-Jährige dafür eine zweieinhalbjährige Haftstrafe erhält, faktisch sogar lebenslänglich, darüber könne man durchaus geteilter Meinung sein.

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(vr)