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Hier sind 18 Gründe, warum es toll war, in den 80ern Kind zu sein

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80ER KINDHEIT
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Wenn man unsere Kindheit nach heutigen Maßstäben betrachtet, ist es schon fast ein Wunder, dass wir Kinder der 80er Jahre überhaupt überlebt haben.

Sicherheitsgurte in den Autos waren dekorative Elemente. Wir fuhren stundenlang ohne Fahrradhelm und ohne erwachsene Aufsichtsperson durch die Gegend. Und überall - wirklich überall - wurde geraucht.

Es gab viele Dinge, die wir auf die harte Tour lernen mussten und die Kinder heute oft gar nicht mehr lernen. Und auch wenn heutzutage alles viel bequemer ist, möchten wir nicht die Magie dieser einfacheren, weniger überladenen Kindheit missen.

Hier sind 18 Gründe, warum es toll war, in den 80ern Kind zu sein:

1. Wir durften alleine zum Bäcker gehen

In den 80ern war es völlig normal, dass man als Kind alleine zum Bäcker oder zum Kiosk um die Ecke ging. Sobald wir alt genug waren, um den Weg hin und wieder zurückzufinden, schickten unsere Eltern uns sogar ganz bewusst los, um kleine Erledigungen für sie zu machen.

Natürlich behielten wir das Restgeld - das war Teil des Deals. Und ganz nebenbei lernten wir, uns selbstständig in der Welt zurechtzufinden.

2. Süßigkeiten als Frühstück waren vollkommen akzeptabel

Als wir klein waren, haben wir schon zum Frühstück ein großes Stück Schokolade gegessen. Trotzdem war in den 80er Jahren kaum ein Kind übergewichtig.



3. Wir hatten blaue Flecken und blutige Knie - trotzdem ist niemand in Panik geraten

kindheit 80er
Bild: Mommyshorts.com

Unsere Freizeit haben wir meist draußen verbracht, denn wir hatten keinen eigenen Fernseher, Spielekonsolen oder Handys. Deshalb haben wir die Nachbarschaft erkundet, sind auf Bäume und Mauern geklettert und haben uns hin und wieder auch verletzt.

Aber an die Narben, die wir uns damals zugezogen haben, werden wir immer mit einem Lächeln denken.

4. Wir haben gelernt, zu warten

Wer sein Kind heute im Auto alleine zurücklässt, riskiert einen mittelschweren Skandal. Für uns war es jedoch völlig normal, im Auto zu warten, während unsere Eltern etwas erledigten. Es war die perfekte Gelegenheit, um einfach nur aus dem Fenster zu schauen und die Gedanken wandern zu lassen.

5. Die Computerspiele der 80er haben nicht süchtig gemacht

Wenn wir stundenlang an unseren C64s gedaddelt haben, hat niemand uns vor psychischen Spätfolgen gewarnt.


6. Alles war ein bisschen lockerer

In den 80ern hat sich niemand Sorgen darüber gemacht, welche psychischen Spätfolgen Kinder davontragen könnten, wenn sie Schokoladen-Zigaretten essen. Und wir haben die Dinger geliebt.



7. Wir durften uns langweilen

Wir haben uns gehütet, unseren Eltern zu sagen, dass uns langweilig ist - denn dann hätten wir im Haushalt helfen müssen.

Niemand hat uns Tipps gegeben, wie wir uns beschäftigen sollen, also mussten wir selbst kreativ werden.

Steine oder Tannenzapfen wurden in unserer Phantasie zu lebendigen Wesen. Sofalehnen zu Pferdesatteln. Und unsere Kuscheltiere zu Patienten der Tierarztpraxis.

Das freie Spiel hat unsere Identität geformt und uns entdecken lassen, was wir wirklich gerne tun und wo unsere Talente liegen. Heute müssen Kinder das zum Teil auf die harte Tour lernen.



8. Unsere Kindheit war noch nicht so optimiert

In den 80ern durfte man sich als Kind mit Dingen beschäftigen, die einfach nur Spaß gemacht haben - und uns ansonsten kein Stück weitergebracht haben.

Wir haben ferngesehen oder Comics gelesen, weil es unterhaltsam war. Heute ist fernsehen verpönt und wenn es dann mal erlaubt wird, müssen die Kinder wenigstens etwas dabei lernen.



9. Kinderarbeit war ausdrücklich erwünscht

Wenn wir etwas unbedingt wollten - ein Spielzeug, oder ein bestimmtes Kleidungsstück - dann mussten wir entweder bis Weihnachten warten, oder uns selbst ein paar Mark dazuverdienen.

Kinderarbeit war in den 80ern also völlig normal. Für zwei Mark mähten wir den Rasen und für 50 Pfennig führten wir den Nachbarshund aus. Es hat uns sicher nicht geschadet.

10. Es war noch niemand dahinter gekommen, dass Farbstoffe uns einen schleichenden Tod bescheren könnten

Waldmeistergrün war immer am schönsten.



11. Die Helden unserer Kindheit sind unsterblich

Was wäre die Welt ohne Winnetou und Old Shatterhand? Genau.



12. Es gab wenig Spielzeug und das wurde heiß und innig geliebt

In den 80ern hatten die meisten Kinder nicht so viel Spielzeug wie Kinder in der heutigen Zeit - und das hat uns überhaupt nicht gestört. Wir haben uns länger und intensiver mit den Dingen beschäftigt, die da waren. Und wenn uns das zu langweilig wurde, sind wir nach draußen gegangen.

13. Alle hatten weniger Angst

kindheit 80er
Bild: Mommyshorts.com

Das Leben in den 80ern war so viel unbeschwerter, weil wir nicht vor so vielen Dingen Angst haben mussten. Unsere Eltern wussten nicht, wo wir uns den ganzen Tag lang rumtrieben, weil wir keine Handys hatten. Wir fuhren ohne Helm Fahrrad. Niemand kontrollierte unsere Hausaufgaben. Und wir tranken so viel Capri-Sonne, wie wir wollten.

Es ging uns gut.

14. Musik war der heilige Gral


Wir konnten nicht einfach auf Knopfdruck die Musik hören, die wir gerade wollten. Und deshalb behandelten wir die Lieder, die uns zur Verfügung standen, mit größter Ehrfurcht.

Wenn wir unser Lieblingslied auf Kassette aufnehmen wollten, mussten wir stundenlang vor dem Radio darauf warten, dass es endlich gespielt wurde. Und wenn wir eine Sekunde zu spät auf Record drückten, oder die Moderatoren noch sprachen, obwohl das Lied schon angefangen hatte, waren wir stinksauer.

Selbst aufgenommene Kassetten und Mixtapes wurden von den Kindern der 80er gehütet wie ein Schatz.

15. Ein Hygiene-Wahn wie wir ihn heute kennen, wäre in den 80ern belächelt worden

Heute hat jedes Kind ein Desinfektionsgel in seiner Schultasche. In den 80ern gab es so abgefahrene Sachen wie Kaugummi-Automaten, aus denen extrem zuckerhaltige Kugeln herauskamen - und das ohne Verpackung!

16. Unsere Eltern waren viel unvernünftiger

Unsere Eltern haben in den 80ern ein paar Dinge getan, für die man sich heute strafbar machen würde. Und natürlich haben ihre unvernünftigsten Momente zu unseren besten Kindheitserlebnissen geführt.

Wir durften auf den Ladeflächen von Transportern mitfahren. Im Winter banden wir unsere Schlitten an die Autokupplung und schlitterten über abgelegene Waldwege. Und manch ein Kind der 80er durfte sogar schon im zarten Alter von 18 Monaten auf einem Motorrad mitfahren.



17. Das Leben war… einfacher

Unser Leben als Kinder der 80er war in vielerlei Hinsicht einfacher als das Leben unserer eigenen Kinder heute ist. Das lag auch daran, dass es weniger Auswahlmöglichkeiten gab. Zum Beispiel gab es für festliche Anlässe EIN Kleid und EIN Paar Schuhe zur Auswahl. Das hat das Leben so viel einfacher gemacht.

18. Wir haben die Magie der Kindheit selbst entdeckt

Unsere Kindheitsmagie entstand nicht durch viele Geschenke, teure Ausflüge oder aufwendige Geburtstagsfeiern. Wir entdeckten sie den kleinen Dingen. Dem ersten Schnee in jedem Winter. Wenn wir in unserer Decken-Höhle Kekse aßen und Pläne schmiedeten. Oder wenn wenn wir mit den Fünf Freunden Abenteuer erlebten.

Unsere Eltern mussten uns keine magische Kindheit bescheren - sie war von Natur aus magisch.



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