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Die Erfindungen dieser 11 jungen Menschen könnten die Welt verändern

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BOYAN SLAT
Der Erfinder Boyan Slat will die Weltmeere von Plastikmüll befreien | Michel Porro via Getty Images
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Unentschlossen, desinteressiert, wenig belastbar, anspruchslos.

Die viel kritisierte, sogenannte “Generation Y” sorgt vor allem bei älteren Menschen gerne für Kopfschütteln, wenn Facebook und Twitter mal wieder wichtiger sind, als Ärmel hochkrempeln und die Welt retten.

Diese elf jungen Menschen beweisen mit ihren Erfindungen das Gegenteil:

22-Jähriger will die Weltmeere säubern

Die Ozeane von Millionen Tonnen Plastikmüll befreien: dieses ehrgeizige Ziel hat sich der 22-jährige niederländische Umweltaktivist Boyan Slat gesetzt, Mit Hilfe der Meeresströmung will er den Plastikmüll auffangen, noch bevor er an Land gespült wird. Per Crowdfunding hat er für seine Idee bereits viele Million Dollar gesammelt; in wenigen Jahren will er die Hälfte des Plastikmüll aus dem Meer fischen.

the ocean cleanup

Ein Mülleimer reinigt das Meer

Nicht auf hoher See, sondern am Ufer den angeschwemmten Müll einsammeln, wollen die Macher des Projekts "Seabin" zweier junger Australier. „Seabin“ sieht nicht nur aus wie ein Mülleimer; er ist in gewisser Weise auch einer. Das Wasser fließt durch ihn hindurch und er saugt auf, was auf der Oberfläche schwimmt – Plastiktüten, -flaschen, -verpackungen und sogar Öl.

Ebola-Schnelltest kann tausende Leben retten

Die erst 17-Jährige Olivia Hallisay hat auf den Ausbruch des Ebola-Virus im vergangenen Jahr reagiert und einen Schnelltest erfunden, der nicht nur günstiger ist als bisherige Tests, sondern auch schneller und effektiver. Ähnlich wie ein Schwangerschaftstest zeigt der Teststreifen anhand einer Verfärbung an, ob die Krankheit bei der Person vorliegt.

Trinkwasser für alle

Sauberes Trinkwasser für alle - das Projekt "WaterSeer" junger Studenten des Sutardja Centre for Entrepreneurship and Technology an der Universität Berkeley soll Trinkwasser aus Luft gewinnen. Ein Auffangbecken wird knapp zwei Meter in der Erde vergraben. Luft soll durch ein Windrad nach unten geleitet werden, das darin enthaltene Wasser beginnt unter der Erde zu kondensieren und kann anschließend nach oben gepumpt werden. Wie dringend weitere Hilfsmittel gebraucht werden, um jedem Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser garantieren zu können, zeigen aktuelle Zahlen - noch immer haben über 660 Millionen Menschen keine Möglichkeit, an sauberes Trinkwasser zu gelangen.

Günstiger Schlafsack soll vor dem Erfrieren schützen

Emily Duffy aus der irischen Stadt Limerick hat zwar eine Wohnung - aber sie macht sich trotzdem Sorgen um die vielen Obdachlosen, die auch bei Minusgraden unter freiem Himmel schlafen müssen. Die 16-Jährige hat einen superleichten Schlafsack erfunden, der das Leben vieler obdachloser Menschen verbessern könnte.

Wasserfeste, leichte und feuerfeste Luftpolsterfolie soll für langanhaltende Wärme sorgen. Der sogenannte "Duffily Bag" wurde bereits in den Straßen Dublins getestet und für tauglich befunden.

Ein Schuh, der mit den Füßen wächst

Ein weiteres Kleidungsstück, das Leben retten kann, hat der junge Amerikaner Kenton Lee entwickelt. Damit hunderte Millionen Kinder in Afrika mit passenden Schuhen oder gar überhaupt mit Schuhen ausgestattet sind, hat er einen Schuh entwickelt, der mit den Kindern mitwächst.

Bis zu fünf Jahre kann der Schuh getragen werden, weil er leicht verstellbar ist. Er schützt vor gefährlichen Erregern, die sich im Schmutz am Boden verstecken. Er bewahrt ihn davor, zu den über zwei Milliarden Menschen zu gehören, die unter Krankheiten leiden, die sie sich durch mangelnde Hygiene zugezogen haben.

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9-Jähriger heilt eigene Rot-Grün-Schwäche

Weil er seit seiner Geburt unter einer Rot-Grün-Schwäche leidet, hat der 9-Jährige Silas Ostertun aus Wedel das Problem einfach mal selbst in die Hand genommen. Er designte eine Brille, die eine Rot-Grün-Schwäche ausgleicht und alle Farben sichtbar macht. Der Grundschüler ist mit seiner Krankheit nicht alleine: rund acht Prozent aller Männer und gut 0,4 Prozent aller Frauen sind von der Sehschwäche betroffen.

Es werde Licht - ohne Batterie, mit Körperwärme

Aus Kanada stammt die geniale Erfindung der damals 15-Jährigen Ann Makosinski: sie entwickelte eine Technik, mit der eine Taschenlampe nur mit der menschlicher Körperwärme betrieben werden kann. Völlig ohne Batterien, Akkus oder Spulen kommt die sogenannte "Hollow Flashlight" aus.

Vernetztes System soll vor Geisterfahrern warnen

Der Horror unzähliger Autofahrer könnte bald durch ein neu entwickeltes System saarländischer Studenten ein Ende haben: ein Sensorsystem soll Autofahrer vor Geisterfahrer warnen.

Die ersten Tests waren bereits erfolgreich und so könnten Autofahrer künftig durch elektronische Warnschilder an den Straßenrändern oder gar durch eine SMS gewarnt werden, bevor es zu spät ist.

Smartphone als Lebensretter

Das Smartphone als Lebensretter ist die Idee hinter der Initiative "Lifegraph" junger Unternehmer aus Israel. Anhand der Handy-Nutzung soll die App erkennen, wenn gesundheitliche Gefahren drohen.

So könnte beispielsweise eine beginnende Depression frühzeitig erkannt werden. "Depressive beantworten weniger Anrufe, initiieren selber weniger Kontakte oder verlassen ihr Haus weniger", sagte der Erfinder Dr. Uri Nevo.

Therapeuten könnten so neue Einblicke aus dem Alltag der Patienten erhalten und Krankheiten vorbeugen, bevor sie sich gravierend werden.

14-Jähriger als Unternehmenschef

30 Millionen Dollar als kleine Taschengeld-Aufbesserung: wohl niemand würde dieses Angebot aus dem Wind schlagen. Bis auf den 14-Jährigen Taylor Rosenthal aus Alabama. So viel war einem Investor die Idee des Jugendlichen wert, der einen Erste-Hilfe-Automaten entwickelte. Mittlerweile ist der Zahnspangen-Träger Chef seiner eigenen Firma. Die Schule kommt da oft zu kurz, verriet er dem Fernsehsender "CNN".

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Kindern helfen

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Die Initiative Anderes Sehen e.V. etwa kümmert sich um die frühkindliche Förderung von blinden Kindern - ein Bereich, den die beiden Gründer zuvor als zutiefst vernachlässigt erfahren haben.

Nun setzen sie sich für Chancengleichheit für blinde Kinder ein. Anderes Sehen e.V. bietet Blindenstöcke für Kinder, die ihre ersten Schritte wagen, und entwickelt liebevoll gestaltete Tast-Bilderbücher.

Zudem hat die Initiative die Echoortungsmethode Klicksonar nach Deutschland geholt und bietet hierfür Schulungen an. Auch die Aufklärung von Betreuungspersonen und die Bereitstellung von Vorschulmaterialien gehören zum Angebot von Anderes Sehen e.V.

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