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Charlie Hebdo: Erste deutsche Ausgabe zeigt Merkel-Karikatur auf dem Klo

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CHARLEI HEBDO MERKEL KLO
"Charlie Hebdo" zeigt Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einer Ausgabe der Satire-Zeitschrift auf dem Klo. | AFP
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  • Die Satire-Zeitschrift “Charlie Hebdo“ sorgt mit einer Karikatur von Kanzlerin Angela Merkel für Wirbel
  • Darauf ist die Kanzlerin auf dem Klo abgebildet
  • Das Plakat soll den Start der deutschen Ausgabe am Donnerstag bewerben

Mit diesem Werbeplakat ist der französischen Satire-Zeitschrift “Charlie Hebdo“ die Aufmerksamkeit gewiss. Ein Tag bevor die erste deutsche Ausgabe von „Charlie Hebdo“ erscheint, macht eine Karikatur von Bundeskanzlerin Angela Merkel die Runde.

Die Zeichnung zeigt die Kanzlerin auf dem Klo mit einer Ausgabe der französischen Satire-Zeitschrift in den Händen. Das Plakat wirbt mit dem Slogan “Wirkt befreiend, ab sofort auch in Deutsch“

Merkel-Karikatur zum Start der deutschen Ausgabe

“Merkel: Kann sie Deutschland und Frankreich regieren?“ lautet die Frage im Titel, die von Angela Merkel mit einem “Ja!“-Ausruf beantwortet wird.
Ein Blick in das Gesicht der Kanzlerin lässt allerdings alles andere als Motivation und Optimismus erkennen. Kränklich schwingt die Merkel-Karikatur die deutsche und französische Flagge. Merkel, die von der “New York Times“ erst kürzlich als “die letzte Vertreterin der freien, liberalen Welt“ bezeichnet wurde, wirkt auf dem Cover ziemlich mitgenommen.

Die Deutschen sind neugierig auf “Charlie Hebdo“

Ab dem 1. Dezember ist “Charlie Hebdo“ auch in Deutschland erhältlich. Mit der Kanzlerin-Karikatur auf dem stillen Örtchen soll die Neugierde geweckt werden. Bei einer Auflage von 200.000 Exemplaren erhofft sich die Zeitschrift einen starken Start.

“Ich will den Deutschen zeigen, dass auch sie ’Charlie Hebdo’ verstehen und darüber lachen können.“, sagte der Chef der Zeitschrift Laurent Sourisseau alias Riss der Nachrichtenagentur AFP.

Die Artikel der deutschen Ausgabe werden aus dem französischen Original übersetzt. Seit Monaten arbeiteten Layouter, Übersetzer und Karikaturisten. Die Chefredakteurin des deutschen Ablegers Minka Schneider möchte aus Sicherheitsgründen anonym bleiben und verwendet deshalb ein Pseudonym.

Morddrohungen und Anschläge auf die Satire-Zeitschrift

Die Satire-Zeitschrift wurde in der Vergangenheit bereits des Öfteren für ihre provokanten Karikaturen kritisiert und sogar bedroht. Mohammed-Karikaturen lösten eine Welle der Entrüstung unter vielen Muslimen aus. Auch die deutsche Kanzlerin bleibt von dem umstrittenen Humor nicht verschont, wie die aktuelle Ausgabe beweist.

“Charlie Hebdo“ ist seit dem 7. Januar 2015 zu einem Symbol für Presse- und Meinungsfreiheit geworden. Islamisten stürmten damals die Redaktion und töteten zwölf Menschen. Unter dem Spruch „Ich bin Charlie“ drückten Menschen weltweit ihre Solidarität mit dem Satire-Blatt aus.

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Filed by Sabrina Litz