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"Alle Lichter gingen aus und dann kam Chaos" - So schildern Überlebende den Absturz in Kolumbien

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Die Fußballwelt ist nach wir vor fassungslos über den Absturz einer Charter-Maschine der bolivianischen Fluggesellschaft Lamia bei Medellin in Kolumbien. Insgesamt sollen sich 77 Personen an Bord der Maschine befunden haben, darunter etliche Fußballer des AF Chapecoense sowie mehrere Funktionäre des Vereins und Journalisten.

Nur sechs Menschen überlebten das Unglück - darunter Erwin Tumiri. Wie ein Wunder blieb er fast unverletzt. In einem Interview mit dem kolumbianischen Radiosender "Caracol" schildert der Flugzeugtechniker die letzten Minuten vor dem Absturz:

"Viele sind aufgestanden und begannen zu schreien", erinnert sich Tumiri. Das Flugzeug habe "katastrophale Probleme mit der Elektronik" bekommen und sei auf einen Berg zugesteuert.

"Ich überlebte, weil ich das Sicherheitsprotokoll befolgt habe. Ich legte meinen Kopf zwischen meine Beine und rollte mich zur Fötusstellung zusammen." Der Techniker hielt sich an die Hinweise auf den Schildern, die an allen Sitzen angebracht sind.

Tumiri berichtet weiter: "Viele haben ihre Sitze verlassen und begannen zu weinen. Ich habe versucht, den Notfallverfahren für Unfälle zu folgen."

Auch die Stewardess Ximena Suarez überlebte das Unglück: "Alle Licher gingen aus und dann kam Chaos, ich erinnere mich an gar nichts", so Suarez.

Derweil verdichten sich die Hinweise, dass das Flugzeug aus Treibstoffmangel abstürzte.

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(pb)