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Verfassungsschutz-Maulwurf: Keine Hinweise auf Anschlagsgefahr

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VERFASSUNGSSCHUTZ
Eine Videokamera vor dem Gebäude des Verfassungsschutz in Köln | Ina Fassbender / Reuters
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  • Der Verfassungsschutz hat einen Islamisten in den eigenen Reihen enttarnt
  • Jetzt gibt die Staatsanwaltschaft Düsseldorf Entwarnung
  • Offenbar gab es keine konkrete Gefahr für einen Anschlag auf die Behörde

Durch den mutmaßlichen islamistischen Maulwurf Im Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) gab es offenbar keine konkrete Anschlagsgefahr.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf relativierte am späten Abend Berichte über einen geplanten Bombenanschlag durch den Mann.

Die Ermittlungen hätten bisher keine Hinweise ergeben, dass eine Gefahr bestanden habe, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, Ralf Herrenbrück, der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagabend. Es werde aber weiter ermittelt.

Der Mitarbeiter sollte Islamisten überwachen - war aber selbst einer

Eigentlich sollte der Mann die islamistische Szene durchleuchten - doch der neue Mitarbeiter des Verfassungsschutz war wohl selbst Islamist.

Die "Welt" hatte berichtet, der Verdächtige habe vorgehabt, einen Sprengstoffanschlag auf die Zentrale des BfV in Köln zu verüben.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Düsseldorf wurde der Mann erst im April 2016 als Quereinsteiger vom Verfassungsschutz eingestellt.

Dem 51-Jährigen werde vorgeworfen, sich gegenüber einem Chatpartner als BfV-Mitarbeiter zu erkennen gegeben und dabei "inhaltlich zutreffend Einsatzanlässe und -orte offenbart zu haben".

Der Verdächtige habe dem Chatpartner vorgeschlagen, Gleichgesinnten Zugang zum BfV für eine Gewalttat gegen "Ungläubige" zu ermöglichen. Dies sei "sicher im Sinne Allahs". Er sei zu allem bereit, "um den Brüdern zu helfen".

Da es sich bei der Internet-Kontaktperson des Verdächtigen um einen BfV-Mitarbeiter gehandelt habe, habe man den Beschuldigten ermitteln und vorläufig festnehmen können.

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