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Väter, die in Teilzeit arbeiten, haben einen geringeren Stundenlohn

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FATHER CHILD
Tom Merton via Getty Images
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  • Viele Männer befürchten, dass Teilzeitarbeit ihrer Karriere schaden könnte
  • Damit liegen sie leider auch gar nicht falsch, wie eine neue Studie zeigt - außer in einem Fall
Immer wieder zeigen Untersuchungen, wie wichtig Väter für die Entwicklung ihrer Kinder sind.

Die Zahl der Väter, die für die Familie beruflich kürzer treten, hat in den letzten Jahren zwar deutlich zugenommen. Doch in den meisten Familien sind es trotzdem nach wie vor die Frauen, die sich für die Kindererziehung eine Auszeit nehmen.

Das liegt auch daran, dass viele Männer befürchten, dass Teilzeitarbeit ihrer Karriere schaden könnte. Und damit liegen sie leider auch gar nicht falsch, wie eine neue Studie zeigt.

Väter in Teilzeit verdienen weniger

Eine erstmalig durchgeführte Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung konnte nachweisen, dass Teilzeitarbeit zu einem geringeren Stundenlohn führt.

Jeder Monat, der in Teilzeit gearbeitet wird, bedeutet demnach eine Lohneinbuße von 0,2 Prozent, was sich zu einem geringeren Lohn von 3 Prozent im Jahr summiert.

Teilzeit als Signal für mangelndes Engagement

Forscherin Mareike Bünning, die die Studie leitete, versteht die niedrigeren Löhne und die ausbleibenden Gehaltserhöhungen für in Teilzeit arbeitende Väter als eine Form der Sanktionierung: "Der Wunsch nach Teilzeitarbeit könnte als Signal für mangelndes berufliches Engagement verstanden werden", sagte die Forscherin.

Ganz anders ist es aber bei der Elternzeit. Diese wirkt sich nachweislich nicht negativ auf Gehalt und Karriere aus. Nicht einmal dann, wenn Männer mehr als die zwei Partnermonate nehmen.

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(mf)