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Der IS reklamiert die Attacke von Ohio für sich

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OHIO IS
Der bei der Attacke verwendete Auto wird von Ermittlern untersucht | Getty
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  • Elf Menschen wurden in Ohio verletzt, als ein Mann am Montag mit seinem Wagen in eine Gruppe
  • Anschließend zog er ein Messer und griff Umstehende an - die Polizei erschoss den Täter kurz darauf
  • Am Dienstag reklamierte der Islamische Staat die Tat für sich

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamiert die Attacke an einer Universität im US-Bundesstaat Ohio für sich. Der Angreifer sei ein "Soldat des Kalifats" gewesen, berichtete das IS-Sprachrohr "Amak" am Dienstag unter Berufung auf eine "Sicherheitsquelle" des IS.

Ähnliche Formulierungen hatten die Dschihadisten zuletzt verwendet, wenn ein Anschlag nicht vom IS geplant war, der Angreifer aber Beziehungen zur Terrormiliz hatte.

Ein Student der Ohio State University war am Montag in eine Gruppe Fußgänger auf dem Campus in Columbus gefahren. Danach stieg er aus dem Wagen und griff Umstehende mit einem Schlachtermesser an. Binnen weniger als einer Minute wurde der Angreifer nach Angaben der Polizei von einem herbeigeeilten Beamten getötet.

Polizei untersuche Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund

Elf Menschen wurden verletzt. Einige wurden wegen Stich- oder Schnittverletzungen behandelt, andere wegen Blessuren nach dem Zusammenprall mit dem Auto. Wie die Polizei hatte erklärt, untersuche sie auch Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund.

Die Ermittler gaben den Namen des 18-jährigen Mannes mit Abdul Razak Ali Artan an. Medienberichten zufolge stammt er aus Somalia.

Den Berichten zufolge hatte der Mann vor seiner Attacke eine gegen die USA gerichtete politische Botschaft in sozialen Netzwerken gepostet.

Der Täter forderte die USA auf, ihre Einmischung in muslimischen Staaten zu beenden

Darin forderte er die USA auf, ihre Einmischung in muslimischen Staaten zu beenden. "Wir sind nicht schwach, denkt daran", schrieb er nach Angaben des Senders CNBC. "Wir werden euch nicht schlafen lassen, ehe ihr den Muslimen nicht Frieden gewährt."

Die Botschaft, vermutlich auf seiner Facebook-Seite, erschien wenige Minuten vor seiner Attacke, inzwischen sei die Seite aber blockiert, berichtete der Sender ABC.

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(bp)