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Wie durch ein Wunder: Mehrere Fußballer überleben Flugzeug-Absturz in Kolumbien

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ALAN RUSCHEL
Nahe Medellin war das Flugzeug des AF Chapecoense abgestürzt | Stringer . / Reuters
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  • Am frühen Dienstagmorgen stürtzte eine Charter-Maschine nahe Medellin in Kolumbien ab
  • An Bord der Maschine befand sich das Fußballteam des AF Chapecoense
  • Nur fünf Passagiere sollen den Absturz überlebt haben

Diese Nachricht erschütterte heute die Fußballwelt: Eine Charter-Maschine der bolivianischen Fluggesellschaft Lamia stürzte am frühen Dienstagmorgen nahe der kolumbianischen Stadt Medellin ab. An Bord war das brasilianische Fußballteam des AF Chapecoense.

Insgesamt sollen sich 81 Personen an Bord der Maschine befunden haben, darunter 22 Fußballer sowie mehrere Funktionäre des Vereins und Journalisten. Laut Behörden sollen sechs Überlebende aus dem Flugzeug geborgen worden sein - allerdings soll einer davon im Krankenhaus verstorben sein. Die Zahl der Toten ist noch nicht eindeutig bekannt, es wird von 75 oder 76 Todesopfern berichtet.

kolumbien
Die Trümmer der verunglückten Maschine nahe der kolumbianischen Stadt Medellin

Einem Bericht der dpa zufolge soll die Maschine vom Typ Avro RJ85 beim Aufprall in drei Teile zerbrochen sein. Eine Ursache für den Absturz der Maschine könnte Treibstoffmangel sein, erklärte Alfredo Bocanegra, Direktor der Luftfahrtbehörde.

Die genaue Ursache für den Absturz ist jedoch noch nicht geklärt. Gegen 22.00 Uhr Ortszeit hätten die Piloten Probleme mit der Elektronik gemeldet, kurz darauf war die Maschine nahe der Ortschaft La Unión vom Radar verschwunden.

Zwei Fußballer sollen unter den Überlebenden sein

Als einer der ersten Überlebenden soll der 27-jährige Verteidiger Alan Ruschel in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht worden sein. Laut dpa-Informationen sollen sich unter den Überlebenden auch eine Stewardess und die beiden Torhüter der Mannschaft befunden haben, wobei einer der beiden laut Angaben des Roten Kreuzes im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlag.

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Auch Weltfußballer Lionel Messi war, wie die dpa erfahren haben will, erst vor wenigen Wochen in exakt der selben Maschine unterwegs gewesen. Er hatte die argentinische Nationalmannschaft zum einem WM-Qualifikationsspiel gegen Brasilien in Belo Horizonte begleitet.

Der AF Chapecoense: auf dem Gipfel des Erfolgs

Der Verein AF Chapecoense war erst im Jahr 2014 in die Erste Liga Brasiliens aufgestiegen. Zum Zeitpunkt des Unglücks war die Mannschaft auf dem Weg zum Finale des südamerikanischen Fußballturniers Copa Sudamericana gewesen.

Die Teilnahme am Finale des zweithöchsten südamerikanischen Fußballturniers war der bisher größte Erfolg des Vereins. Auch der Ex-Bundesliga-Profi und Nationalmannschaftsmitglied Paulo Rink spielte einige Jahre für Chapecoense, bevor er im Jahr 1997 zu Bayer Leverkusen wechselte.

Noch am vergangenen Donnerstag, als das Team sich mit einem 0:0 gegen San Lorenzo den Einzug in das Finale des Turniers gesichert hatte, hatte Trainer Caio Junior vor der Presse geäußert: "Wenn ich heute sterben würde, ich würde glücklich sterben."

Die Fußballwelt in Trauer

Seit dem Unglück haben zahlreiche Fußballvereine aus der ganzen Welt ihre Anteilnahme via Twitter geäußert. Allen voran Atlético Medellin, die Mannschaft, gegen die das Finale des Turniers hätte stattfinden sollen.

"Atletico Nacional bedauert zutiefst den Unfall von @ChapecoenseReal und drückt sein Mitgefühl aus. Wir hoffen auf Informationen der Behörden."

Auch die Spieler des FC Bayern drückten per Twitter ihr Mitgefühl aus:

Genauso der britische Premier-League-Club Leicester City:

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(vr)