Huffpost Germany

Zero Waste: Alles, was ihr über den neuesten Trend in Sachen Nachhaltigkeit wissen müsst

Veröffentlicht: Aktualisiert:
MLL
Laboko/iStock
Drucken

Von Kleidung über Essen, bis hin zu allem Möglichen: Wie oft werft ihr Ungeliebtes, Ungewolltes oder nicht mehr Nützliches weg? Die einfache Antwort liegt in eurem Abfalleimer. Da Forscher uns weiterhin davor warnen, dass die Globale Erderwärmung kritisch ansteigt, ist es 2016 Zeit für eine große Veränderung, die Zuhause beginnt.

Laut dem Rutland County Council* schmeißt eine durchschnittliche Person in Großbritannien alle sieben Wochen Müll in Höhe ihres eigenen Körpergewichts weg. Grün, Braun, Blau - Mülltrennungssysteme nach Farben gibt es in jedem Land und sie werden von den Haushalten auch gut angenommen, um den CO2-Fußabdruck zu verkleinern. Doch Anhänger des Zero-Waste-Trends sind der Meinung, dass wir noch mehr tun können (und auch sollten) und beweisen zugleich, dass das möglich ist.

lauren singer

Letztes Jahr konnte die New Yorkerin Lauren Singer ihren gesamten Müll eines Jahres in ein einziges, kleines Glas packen. Wie hat sie das geschafft? „Es gibt viele einfache Dinge, die man tun kann, die sich langfristig und in großem Umfang positiv auf die Umwelt auswirken, zum Beispiel einen Plastikstrohhalm nicht nur einmal zu verwenden oder zum Einkaufen immer eine wiederverwendbare Tragetasche mitzunehmen,“ sagt Singer, Gründerin von „Trash is for Tossers" und CEO von „The Simply Co.“ Wenn man berücksichtigt, dass jeder Haushalt in Großbritannien jährlich mehr als eine Tonne Müll produziert, das macht etwa 31 Millionen Tonnen jedes Jahr** - und dabei ist der restliche Müll auf unserem Planeten noch nicht eingeschlossen - dann spielen die kleinen Dinge wirklich eine Rolle.

trashisfortossers

„Ich fing klein an und machte einen Schritt nach dem anderen, so dass es nicht zu viel war. Das erste Mal, als ich Zahnpasta selber gemacht habe, war, als ich keine mehr hatte und keine neue Tube kaufen wollte. Ich habe kein neues Produkt hergestellt, bevor ich nicht das gekaufte aufgebraucht hatte. Das hat mir geholfen, meinen Alltag zu entschleunigen und ist super einfach und spaßig,“ erklärt Singer.

Laurens Blog ist voll mit nützlichen Tipps und detaillierten Ratschlägen zur Reduzierung von Abfall, wie zum Beispiel die Lagerung von trockenen Lebensmitteln in Gläsern und das Benutzen von kompostierbaren Zahnbürsten aus Bambus. Sie zählt auch einfache Möglichkeiten auf, wie man beim Einkaufen seinen CO2-Fußabdruck reduzieren kann, zum Beispiel durch das Mitbringen eines Glasgefäßes für seinen frischen Fisch - ein Zero-Waste-Lebensstil bedeutet Nein zu Plastikverpackungen zu sagen.

paris to go

Lauren Singer ist aber längst nicht die einzige. Junge Frauen aus der Generation Y reduzieren aktiv ihren Haushaltsmüll in einem beträchtlichen Ausmaß. Als Europa*** versprach, die Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 20 Prozent und bis 2030 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren, war das an unsere Haushalte adressiert, denn hier liegt der Schlüssel zum Erfolg. „Wir essen frische, einfache und gesunde Sachen anstatt viel Geld für Verpackung und Fastfood auszugeben und wir laufen oder nehmen das Fahrrad anstatt viel für ein Taxi zu bezahlen. Indem ich meine eigenen Haushalts- und Beauty-Produkte selber mache, kann ich das überschüssige Geld und die Zeit für die Dinge verwenden, die ich wirklich genieße,“ sagt Ariana Schwarz von „Paris to Go.“

Wie auch Singer, begann Schwarz 2014 zunächst mit kleinen Veränderungen in ihrem Alltag. Jetzt wieder in ihren alten Lebensstil zurück zu wechseln, ist für sie unvorstellbar. „Trinke Leitungswasser, leg dir ein paar wiederverwendbare Tragetaschen zum Einkaufen in dein Auto, probiere eine Zahnbürste aus Bambus aus, bring dir dein Mittagessen selber mit, anstatt es in der Cafeteria zu kaufen und verzichte einmal pro Woche auf Fleisch (noch besser wäre es, wenn du vegan lebst). All das verlangt nur einen minimalen Anpassungsaufwand, aber kann einen großen Einfluss auf den CO2-Fußabdruck jedes einzelnen haben,“ so Schwarz.

paris to go

Die geheime Formel lautet wiefolgt: wenn du weniger hast, schmeisst du auch weniger weg. „In den letzten vier Jahren habe ich erstaunlich viel Geld gespart! Früher habe ich 160,00 Dollar (ca. 143,00 Euro) pro Woche für verpacktes Essen und Lebensmittel ausgegeben, jetzt brauche ich nie mehr als 60,00 Dollar (ca. 54,00 Euro) in der Woche, da ich viele frische Bio-Produkte vom Bauernmarkt und das meiste davon auch nur einmal im Monat kaufe. Das ist eine Ersparnis von 20.000,00 Dollar (ca. 17.923,00 Euro) alleine für Lebensmittel. Alles andere als unbedeutend,“ sagt Singer.

Was gibt es zu verlieren? Man spart Geld und rettet den Planeten auf eine einfache Art und Weise.

Lerne mehr über Nachhaltigkeit auf Electrify the World - a Nissan Mobility Initiative.

*Link zur Quelle: www.rutland.gov.uk/waste_and_recycling/facts__figures
** Quelle: www.rutland.gov.uk/waste_and_recycling/facts__figures
*** Quelle: europa.eu/eurostat/statistics-explained

Nützliche Links:
www.trashisfortossers.com
www.thesimplyco.com
www.paris-to-go.com