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Wegen Neuauszählung: Trump-Beraterin droht Clinton mit Gerichtsverfahren

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TRUMP AND CONWAY
Kellyanne Conway, Kampagnenmanagerin von Trump | ASSOCIATED PRESS
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  • In den USA geht die Wahl in die Verlängerung
  • Mehrere Bundesstaaten könnten neu ausgezählt werden
  • Das Trump-Lager richtete jetzt eine eindeutige Warnung an Clinton

Donald Trump hat die Wahl zum US-Präsidenten gewonnen - und zweifelt dennoch selbst an der Rechtmäßigkeit der Stimmenauszählung. Via Twitter sprach der designierte Präsident von „ernsthaftem Wahlbetrug“ in den von Clinton gewonnenen Bundesstaaten Virginia, New Hampshire und Kalifornien.

Millionen von Menschen hätten illegal ihre Stimmen bei der Wahl Anfang November abgegeben - in Wahrheit würde sein Sieg noch deutlicher ausfallen.

Trump-Beraterin droht Clinton

Doch fast zeitgleich warnte das Trump-Lager Clinton davor, die geplante Neuauszählung der Stimmen in den Bundesstaaten Wisconsin, Pennsylvania und Michigan weiter zu unterstützen.

Trumps Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway drohte: Wenn Hillary Clintons Team sich für eine Neuauszählung ausspricht, könnte Trump doch noch Ermittlungen in der E-Mail-Affäre gegen sie veranlassen.

Dem Nachrichtensender CNN sagte Conway: Während sich Trump großmütig gegenüber seiner Konkurrentin gezeigt habe, stelle sich Clinton hinter diese „lächerliche Neuauszählung“.

Mehr zum Thema: "Millionen Illegale": Auch Donald Trump stellt das Wahlergebnis in Frage

Die Grünen-Politikerin und Präsidentschaftskandidatin Jill Stein hatte in Wisconsin die Neuauszählung beantragt. Dort hatte Trump rund 10.000 Stimmen mehr erhalten - doch selbst wenn Clinton nachträglich Wisconsin gewinnen würde, hätte Trump noch immer die Nase vorne.

Demokraten sehen keine Unregelmäßigkeiten

Erst die Neuauszählung weiterer Staaten könnte das Wahlergebnis doch noch einmal verändern.

Das Clinton-Lager hatte am Wochenende zwar mitgeteilt, dass es die Neuauszählungen in Wisconsin unterstütze. Allerdings rechne man nicht mit einer Änderung des Wahlausgangs durch die Neuauszählung. Eigene Überprüfungen hätten keine Unregelmäßigkeiten aufgezeigt. Clinton hatte bereits mehrfach Donald Trump zu dessen Wahlsieg gratuliert und ihre Niederlage eingestanden.

Die Rolle rückwärts der Demokraten und die Androhung Conways würde jetzt aber eine erneute Wende im Streit um die Strafverfolgung der E-Mail Affäre Clintons bedeuten.

Nach seinem Wahlsieg deutete Trump an, nicht auf die am Boden liegende Clinton weiter eintreten zu wollen. Noch im Wahlkampf klang das anders. Hier hatte Trump immer wieder betont, im Falle seiner Präsidentschaft einen Sonderermittler zur „betrügerischen Hillary“ einzusetzen.

Clinton hatte in ihrer Zeit als Außenministerin private Server für ihre dienstliche Kommunikation genutzt und damit gegen geltende Regeln verstoßen.

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