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Menschen in diesen Berufen neigen am häufigsten zu Depressionen

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Dieser Artikel erschien zuerst bei freundin.de

Eines vorab: Auch wenn die folgende Auflistung auf Daten amerikanischer Arbeitnehmer und Industrien basiert, wird der markante Zusammenhang zwischen Joballtag und Depressionen auch in Deutschland immer wieder diskutiert.

So schlug beispielsweise die Veröffentlichung des "Depressionsatlas" der "Techniker Krankenkasse" (TK) Anfang 2015 hohe Wellen, legte er doch alarmierende Zahlen offen: Bei der Auswertung der Versicherten- und Krankschreibungsdaten stellten die Statistiker unter anderem fest, dass die Anzahl an Fehltagen aufgrund psychischer Erkrankungen und Störungen zwischen 2010 und 2013 um 69 Prozent angestiegen war, wie unter anderem "zeit.de" berichtet. Tendenz: steigend.

Durchschnittlich 64 Tage fehlten Arbeitnehmer, die als depressiv diagnostiziert wurden.

"Depressionsatlas" listet Berufe mit dem höchsten Risiko auf

Solch alarmierende Zahlen sind das eine, wenn es um den Zusammenhang zwischen Beruf und Depressionen geht. Die andere Seite spiegelt sich in der Frage danach wieder, ob eine signifikante Abhängigkeit von depressiven Erkrankungen und einzelnen Berufsfeldern besteht.

Im "Depressionsatlas" konnten medizinische und pädagogische Zweige als von besonders hohen Krankheitstag-Raten betroffen ausgemacht werden. Genauer wird indes eine Aufstellung einer amerikanischen Studie: Forscher des Nationalen Instituts für Arbeitssicherheit (National Institute for Occupational Safety) werteten in Zusammenarbeit mit einem Versicherungsunternehmen die Daten von Arbeitnehmern im amerikanischen Bundesstaat Pennsylvania aus.

Darauf basierend stellten sie eine Top-17 der Berufsfelder mit der höchsten Depressionshäufigkeit (Prävalenz) auf, wie die britische Website "marieclaire.co.uk" zusammenfasst. Und darin finden sich alltäglich relevante Berufe, deren Belastungsfaktor vermutlich gerne mal unterschätzt wird – bisher jedenfalls! (Hier erfahrt ihr, welche Lebensmittel Depressionen begünstigen.)

1. Beschäftigte im Transportverkehr
2. Immobilienmakler
3. Sozialarbeiter
4. Beschäftigte im Manufaktur-Segment
5. Beschäftigte im Bereich Persönlicher Dienstleistungen
6. Rechtsberater
7. Haushälter
8. Beschäftigte in Mitgliedsorganisationen
9. Beschäftigte im Sicherheits- und Rohstoffsegment
10. Beschäftigte im Druck- und Verlagswesen
11. Beschäftigte im Bereich landwirtschaftlicher Dienstleistungen
12. Beschäftigte im Verkauf
13. Beschäftigte im Bereich Elektrizitäts-, Gas- und Sanitäranlagen
14. Handelsunternehmer
15. Beschäftigte im Bereich Kohle und Erdöl
16. Einzelhandelskaufleute
17. Beschäftigte im Autoreparatur-Segment

Nicht nur, dass all diese Jobs eine hohe Depressionsprävalenz aufweisen - hinzu kommt, dass sie für den Alltag wichtiger nicht sein könnten. Oder wann haben Sie Ihr Auto zuletzt ganz selbstverständlich in die Werkstatt gebracht oder sind mit öffentlichen Transportmitteln gefahren?

Für Betroffene: Falls Sie Depressionssymptome bei sich bemerken oder bereits unter Depressionen leiden, finden Sie unter anderem auf dem Onlineportal des Bundesministeriums für Gesundheit weiterführende öffentliche Beratungs- und Hilfsangebote.

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(lk)