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"Merkel hat Europa schweren Schaden zugefügt": Hofer kritisiert Kanzlerin bei TV-Duell

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NORBERT HOFER
Die Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen | AP
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Die österreichischen Präsidentschaftskandidaten traten gestern Abend wieder zu einem TV-Duell an, um vor der Stichwahl am 4. Dezember Wählerstimmen zu sammeln. Diesmal gab es einen Moderator - das Gespräch im Sender ATV verlief daher nicht so chaotisch wie beim letzten Mal.

Der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer hat dabei der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel schwere Fehler in der Flüchtlingspolitik vorgeworfen.

Sie habe durch ihre Grenzöffnung Europa erheblichen Schaden zugefügt. In der Folge seien Hunderttausende Flüchtlinge durch Österreich gezogen - darunter auch "Terroristen".

Der grüne Kandidat Alexander Van der Bellen dagegen warf Hofer vor, mit seinen Spekulationen über einen "Öxit" - den EU-Austritt Österreichs - dem Rechtspopulismus in Europa Auftrieb zu geben.

Der Verfassungsgerichtshof hatte die erste Stichwahl vom 22. Mai wegen Schlampereien bei der Auszählung aufgehoben.

Am 4. Dezember kämpfen daher Van der Bellen und Hofer erneut um den Einzug in die Hofburg. Den Wahlgang am 22. Mai hatte Van der Bellen mit nur knapp 31.000 Stimmen Vorsprung gewonnen.

Auch diesmal gehen die Meinungsforscher von einem Kopf-an-Kopf-Rennen aus. 6,4 Millionen Wähler ab 16 Jahren sind aufgerufen, das Staatsoberhaupt für die nächsten sechs Jahre zu wählen.

Sollte Hofer gewinnen, wäre er der erste Rechtspopulist an der Spitze eines Staates in Westeuropa.

Mit Material der dpa

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(ks)