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Übergriffe in Kölner Silvesternacht: Bislang nur sechs Verurteilungen

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KLN SILVESTER
Übergriffe in Kölner Silvesternacht: Bislang nur sechs Verurteilungen | dpa
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Fast elf Monate nach den massenhaften Übergriffen auf Frauen in der Kölner Silvesternacht hat die Justiz nur wenige Täter ermittelt und verurteilt.

Viele Verfahren wurden eingestellt, weil kein Tatverdächtiger gefunden werden konnte. Urteile gab es bislang gegen sechs Beschuldigte, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP hervorgeht.

Insgesamt waren 1205 Strafanzeigen eingegangen

Gegen die sechs Verurteilten verhängte das Amtsgericht Köln Freiheitsstrafen zwischen sechs Monaten und einem Jahr und neun Monaten, die überwiegend zur Bewährung ausgesetzt wurden. Ein Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Insgesamt waren beim Kölner Polizeipräsidium 1205 Strafanzeigen (Stand: 25. Oktober) eingegangen.

"Was wir befürchtet haben, wird nun Gewissheit. Die Versäumnisse in der Nacht vor Ort, um Taten und Tätern habhaft zu werden, können die Ermittlungskommissionen und Justiz nachträglich augenscheinlich nicht mehr heilen", zitiert die "Rheinische Post" den FDP-Innenexperten Marc Lürbke.

"Zurück bleibt stattdessen für viele Frauen nun nur die traurige Gewissheit, dass die schrecklichen Taten der Nacht nicht gesühnt werden. Das ist ein fatales Signal für die Opfer und ein rechtsstaatlicher Offenbarungseid", sagte Lürbke.

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(sk)