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3 der bekanntesten Unternehmer haben sich ihr Erfolgsgeheimnis von Kindergärtnerinnen abgeschaut

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KINDERGARTEN
3 der bekanntesten Unternehmer haben sich ihr Erfolgsgeheimnis von Kindergärtnerinnen abgeschaut. | iStock
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Der Amerikaner Douglas Conant hat ein ganzes Unternehmen gerettet – mit einem Trick, den viele Kindergärtnerinnen benutzen. Und andere erfolgreiche Firmenchefs wie Facebook-Gründer Mark Zuckerberg oder der ehemalige General-Electric-Chef Jack Welch haben es ihm nachgemacht.

Die Erfolgsstory von Conant ist erstaunlich: Er übernahm 2001 die schwächelnde Lebensmittelfirma Campbell Soup und machte sie wieder richtig profitabel.

Dabei änderte Conant nicht nur die Marketing-Strategie, er schrieb im Laufe seiner zehnjährigen Tätigkeit als Unternehmenschef auch 30.000 Dankeskarten - an alle seine Mitarbeiter, egal welcher Hierarchie sie angehörten.

Mitarbeiter-Motivation mit Dankeskarten

Was ihn dazu brachte? Laut einer Umfrage verzeichnete Campbell Soup ein extrem niedriges Mitarbeiter-Engagement: Nur 62 Prozent der Manager waren der Meinung, dass sie aktiv in ihrem Job engagiert seien.

Das wollte Conan nicht akzeptieren. "Ich konnte mir nicht vorstellen, dass wir als Unternehmen Erfolg haben können, wenn sich unsere Mitarbeiter nicht engagieren“, sagte er der Fachzeitschrift "Harvard Business School".

Also beschloss er, eine Methode anzuwenden, die unter anderem Kindergärtnerinnen ihren Schützlingen beibringen. Er begann, Dankeskarten zu schreiben. In amerikanischen Kindergärten ist es üblich, dass Kinder Dankesbriefe malen und schreiben – an ihre Eltern, Lehrer oder im Rahmen von Projekten beispielsweise an Kriegsveteranen.

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Conant übertrug diese Geste vom Kindergarten in die Berufswelt: Er schrieb jeden Tag etwa 20 Dankeskarten an alle Mitarbeiter, die sich in letzter Zeit mit Leistungen hervorgetan hatten. Er hatte sogar einen Mitarbeiter extra dazu abgestellt, ihm Erfolgsgeschichten herauszusuchen, für die er seine Angestellten loben konnte.

Conant machte Campbell Soup wieder erfolgreich

Conant ist der Ansicht, dass seine Dankeskarten bei den Mitarbeitern sehr gut ankamen: Viele hängten sie beispielsweise über ihren Bürotisch, erzählte der ehemalige CEO dem Fachmagazin "Business Week“.

"Wir sind darauf trainiert, die Dinge zu sehen, die falsch laufen. Ich versuche dagegen, das zu würdigen, was richtig ist“, sagte er dem Magazin.

Unter seiner Führung konnte Campbell Soup die wirtschaftlichen Erfolge ausbauen. Ein Hauptgrund: Eine weitere Umfrage unter den Mitarbeitern im Jahre 2010 ergab, dass sich die Unternehmenskultur ins Gegenteil verkehrt hatte. Nun gaben 69 Prozent der Befragten an, dass sie sich aktiv engagieren würden.

Mark Zuckerberg und Jack Welch adaptierten die Strategie

Diese Strategie beeindruckte die CEOs der erfolgreichsten Unternehmen der Welt - Facebook-Gründer Mark Zuckerberg oder der ehemalige General-Electric-Chef Jack Welch so sehr, dass sie nun ebenfalls Dankeskarten an ihre Mitarbeiter schreiben.

Wie die "Washington Post" berichtete, fasste Zuckerberg den Beschluss, "regelmäßig durchdachte Dankesnachrichten zu schreiben, via Email oder per handgeschriebenen Brief". So will er seine Mitarbeiter bei Laune halten und motivieren – der Schlüssel zum Erfolg eines Unternehmens.

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