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Geheimer Plan zur Umgestaltung der ARD? "Blanker Unsinn" antwortet der Sender jetzt

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ARD
dpa
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  • Die ARD steht laut Medienberichten vor seinem größtem Umbau seit Jahren
  • Mehrere Sendeanstalten könnten zusammengelegt werden
  • Die ARD hat die Pläne mittlerweile als "blanken Unsinn" abgetan

Das deutsche Fernsehen sollte sich bald radikal verändern - so berichtete am Freitag morgen noch die "Bild".Die Zeitung schrieb, von Insidern erfahren zu haben, dass die Länder Rundfunkanstalten fusionieren sollen.

"Blanker Unsinn" nannte die ARD jetzt die Spekulationen. Die angeblichen Geheimpläne seien "frei erfunden", hieß es in einer Mitteilung der ARD.

Laut den Berichten der "Bild" hatte die ARD auf ihrer Hauptversammlung in München beschlossen, den "Fusions-Experten" Reinhard Binder als Leiter einer Projektgruppe "Strukturen und Prozesse" einzusetzen.

Binder managte vor 13 Jahren die Fusion des Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB) und des Sender Freies Berlin (SFB) zum Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB).

ARD-Chefin Karola Wille sagte laut "Bild": "Wir stehen vor einem tiefgreifenden Reformprozess. Wir müssen sehen, wie der ARD-Verbund weiter zusammen wachsen kann." Wille sprach vom "größten Reformprogramm" in der Geschichte der ARD.

"Wir werden uns verändern müssen"

"Bild" zitiert die ARD-Vorsitzende: "Wir werden uns verändern. Wir werden uns verändern müssen."

Nach "Bild"-Informationen befürworten Mitglieder einer im Februar von den Ministerpräsidenten eingesetzten Arbeitsgruppe, eine Zusammenlegung zu vier größeren Anstalten.

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Das Planspiel: Es könnte eine Anstalt Süd, Nord, West und Ost geben. Wer mit wem im einzelnen fusioniert werden soll, ist offen. Sicher wäre nur, dass Radio Bremen einer ARD-Nord mit dem NDR zugeschlagen würde, der RBB einer ARD Ost mit dem MDR.

Vor allem von den hohen Kosten will die ARD runter

Wille sagte laut "Bild", dass es für den Reformprozess entsprechende rundfunkrechtliche und kartellrechtlicher Regelungen geben müsse und der Unterstützung der Politik bedürfe. Auf "Bild"-Anfrage wollte sich die ARD aber nicht zu Detailfragen äußern.

In einem ersten Reformschritt sollen vor allem Kosten gespart werden, weil die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (zur Zeit mehr als acht Milliarden Euro jährlich) immer teurer wird. Erste Ergebnisse der Projektgruppe sollen bis September 2017 vorgestellt werden.

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