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Hugh Grant im Interview: Für Meryl Streep zurück aus der Schauspielpause

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Hugh Grant im Film

Hugh Grant (55, "Notting Hill") hat sich in den letzten Jahren rar gemacht. Der britische Schauspieler hatte - so sagt er selbst - "genug zu tun mit anderen Dingen in meinem Leben". Jetzt kehrt der beliebte Star endlich wieder auf die Kinoleinwand zurück. In dem Film "Florence Foster Jenkins" spielt er den Ehemann der exzentrischen "Florence", die von keiner Geringeren als der dreifachen Oscar-Gewinnerin Meryl Streep (67, "Die eiserne Lady") gespielt wird.

Der Film handelt von eben jener alternden und sehr wohlhabenden New Yorker "Socialite" Florence Foster Jenkins (1868-1944). Die exzentrische Dame entscheidet sich dazu, als Opernsängerin Karriere machen zu wollen. Ihr Ehemann, St. Clair Bayfield (Grant), und allen anderen aus dem näheren Familienumfeld ist sehr wohl bewusst, dass Jenkins kein Talent hat. Doch in rührender Art und Weise entfaltet sich eine Geschichte, in der sich Bayfield ganz liebevoll um die "neue Karriere" seiner Frau kümmert.

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Zurück aus der "Schauspiel-Rente"

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur spot on news verriet Grant, dass es vor allem die Möglichkeit war, "mit Regisseur Stephen Frears und Meryl Streep zusammenzuarbeiten", die ihn motiviert habe, "aus der Schauspiel-Rente auf die Leinwand zurückzukehren". Der mittlerweile vierfache Vater kümmerte sich in den vergangenen Jahren nicht nur um seine Kinder, sondern kämpfte auch sehr intensiv für neue gesetzliche Paparazzi-Regelungen in England.

Grant war einer jener Hollywood-Stars, die sich öffentlich gegen die Machenschaften diverser Boulevard-Blätter in England vor dem Parlament ausgesprochen hatten. Trotz seiner Antipathie gegenüber Fotografen gab Grant dennoch zu, dass er auch heute noch jede einzelne Kritik zu seinen Filmen oder Theaterauftritten liest.

"Schlechte Kritiken" liest Grant am liebsten

"Schlechte Kritiken" seien dem Schauspieler am liebsten, wie er sagt. "Selbstverständlich. Und ich nehme jede Kritik unheimlich persönlich", verrät er mit einem Augenzwinkern außerdem. Hugh Grant hält es auch für durchaus berechtigt, "dass Schauspieler von Außenstehenden bewertet und beurteilt werden". Es sei lustig zu beobachten, "wie schlecht einige Kollegen mit Kritik umgehen können".

Er selbst lese ohnehin viel lieber "die schlechten Kritiken; das hängt wohl mit meiner merkwürdigen englischen masochistischen Mentalität zusammen". Und im selben Atemzug fügt er hinzu: "Natürlich ziehen mich die schlechten Kritiken eine Weile nach unten, aber ich fange mich jedes Mal wieder."