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Liebe auf den ersten Blick: So romantisch hat Herbert Knaup seine Frau kennengelernt

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Herbert Knaup in seiner Rolle als Kommissar Kluftinger

Im neuen "Kluftingerkrimi" mit dem Titel "Herzblut", der am Donnerstag, 24. November, um 20.15 Uhr im Ersten lief, treiben Serienkiller ihr Unwesen. Besonders makaber: Sie schneiden ihren Opfern die Herzen heraus und drapieren diese am Tatort. Keine leichte Aufgabe für Kommissar Kluftinger und sein Team. Ob der Film der bisher blutigste Allgäu-Krimi ist, klärt Hauptdarsteller Herbert Knaup (60, "Die Kanzlei") im Interview mit spot on news. Dabei verrät der Allgäuer auch, wie er sich privat fit hält und wo er seine Frau kennengelernt hat.

Kannten Sie die Bücher bereits, bevor Sie die Rolle des Kluftinger angeboten bekamen?

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Herbert Knaup: Ich habe "Milchgeld" schon 2008 von meinem Bruder geschenkt bekommen, es damals aber gar nicht so verschlungen. Ich war eher "Allgäuer-skeptisch". Dann habe ich die Figur gesehen: groß, dick, merkwürdiger Ermittler. Und dann kam plötzlich die Anfrage, ob ich den Kluftinger spielen will. Da wurde ich natürlich neugieriger und auf den zweiten Blick habe ich auch gesehen, welches Potential da drin steckt.

Was machen die Filme besser als die Bücher und umgekehrt?

Knaup: So genau kann ich das nicht sagen, weil eine Verfilmung immer nur ein Ausschnitt ist, ein Roman ist ja viel ausführlicher. Eine Stärke der Filme ist wahrscheinlich die Sprache, weil in den Büchern der Dialekt so ja gar nicht vorkommt oder nur angedeutet wird. In den Filmen sprechen wir dagegen Allgäuerisch. Vielleicht macht es das besonders. Wenn man die Bücher liest, kann man sich dafür die Figuren selbst vorstellen. Da hat jeder seinen eigenen Kluftinger im Kopf - das ist ja das Schöne am Lesen. Die Autoren hatten und haben bestimmt auch eine genaue Vorstellung von ihrem Kluftinger und ich glaube nicht, dass sie beim Schreiben an mich denken.

Ist "Herzblut" der blutigste Kluftingerkrimi bisher?

Knaup: Der Film ist schon ziemlich heftig. Aber "Erntedank" war auch nicht ohne, als die Krähe der Leiche die Augen rausgehackt hat. Dass Serienkiller ihren Opfern so brutal das Herz herausschneiden, ist für Kluftinger mit seiner Leichen-Phobie natürlich eine Katastrophe. Und dann ist er natürlich auch noch hypochondrisch und denkt, er sei jetzt selber herzkrank wie sein Vater. Das war im Film ein ganz schöner Grad zwischen Komödiantik und knallharten Situationen.

Wie Sie eben angesprochen haben, denkt Kluftinger, er sei herzkrank. Deshalb macht er Yoga und achtet auf die Ernährung. Wie halten Sie sich denn privat fit?

Knaup: Yoga? Nein. Ich sollte es aber machen, auf jeden Fall. Den Sonnengruß kriege ich noch hin, aber alles andere... Früher war ich Läufer, jetzt bin ich eher ein Fußgänger mit Hund. Aber ich habe gerade wieder angefangen mit Theaterspielen, das hält auch fit.

Im Film spielt der Jahrmarkt eine große Rolle. Was sind Ihre eigenen Erfahrungen auf dem Rummel?

Knaup: Da gab es einen kleinen bei mir Zuhause in Sonthofen. Das war damals das Größte überhaupt. Der Autoscooter war unser Treff, da gab es auch die ersten Flirtereien. Und dann gab es noch das Glücksrad, da hatte ich als Kind einmal den Hauptpreis gewonnen: Bettwäsche. Ich weiß noch, wie ich nach Hause gerannt bin und sie meiner Mama geschenkt habe. Sie hat sich sehr gefreut.

Kluftinger hat auf dem Jahrmarkt seine Frau kennengelernt. Wie war das bei Ihnen?

Knaup: Ich habe meine Frau in einem Garten von Freunden kennengelernt. Es war ein schöner sommerlicher Tag und dort haben wir uns das erste Mal gesehen und verliebt. Dann haben wir beschlossen, uns wiederzusehen. Vielleicht war es auch der Garten Eden, ich weiß es nicht. Aber es war auf jeden Fall ein Garten, paradiesisch schön. (lacht)